Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Kleiner Mischling aus dem Tierschutz hat vor allem Angst

  
NeuerBewohner schrieb am 24.08.2020   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo liebe Community, nachdem unser erster Hund im September verstorben ist, war uns nach einigen Wochen klar, wir wollen wieder eine Hundedame. Seit noch nicht mal einer Woche haben wir eine super ängstliche Hundedame aus dem Tierschutz bekommen (1 Jahr alt). Sie ist erst seit zwei Wochen hier in Deutschland und die letzten Wochen im Ausland hat sie wohl die meiste Zeit in einem Käfig verbracht.


Sie hat in den ersten Tagen große Fortschritte gemacht, sie lief schon ein wenig neugierig durch die Wohnung. Konnte Streicheleinheiten genießen, hat gefressen und getrunken und die Spaziergänge haben im großen und ganzen gut geklappt. Leider ist das schlimmste passiert, was der Kleinen passieren konnte, sie konnte durch meinen Fehler entlaufen und wurde 20 Stunden später von Pettrailern gefunden bzw. sie hatte sich bei einem Mann im Garten versteckt, die Pettrailer haben den Mann gefunden (der wirklich super reagiert hat).


Das ihre Angst vor "draußen" jetzt natürlich noch schlimmer ist, ist natürlich klar. Wie kann ich ihr helfen und was mache ich wenn sie sich verkriechen oder nicht weitergehen will (heute habe ich sie auf dem letzten Stück getragen und ich weiß das das nicht die Lösung für sie sein kann)? Sollte ich mich schon direkt an einen Hundetrainer (Menschen machen ihr natürlich auch Angst) wenden oder sie erstmal einfach nur für einige Wochen "ankommen" lassen?


Ich möchte der Kleinen nicht noch mehr "Schaden" zufügen und ihr helfen. Bin über jeden Tipp dankbar. Lieben Gruß

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Antworten(1)

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 07.09.2020
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo, danke für Ihre eMail, die ich erst heute beantworten kann. Nach Ihrer letzten eMail sind ja wieder einige Tage vergangen und ich hoffe, es geht wieder etwas besser und Sie merken Fortschritte. Ihr Hund braucht einen strukturierten Tagesablauf, mit immer den gleichen wiederkehrenden Dingen und Eindrücken, damit sie sich darauf einrichten kann. Wenn Sie sich verkriecht, können Sie versuchen, sie herauszulocken - wenn es mit Futter geht - dann mit Futter, wenn nicht, setzen Sie sich einfach erst einmal nur in ihre Nähe. Beachten Sie Ihre Körperhaltung und handeln Sie bewußt, keine bedrohlichen Positionen etc. Draußen sollte sie doppelt gesichert sein an Halsband und Geschirr, damit sie nicht noch einmal weglaufen kann. Ich würde draußen zunächst immer die gleichen Strecken gehen und ihr nicht zuviel Neues zumuten. Der Hund macht die Vorgabe, will er nicht weitergehen, schauen Sie, ob Sie herausfinden warum er nicht mehr weiter will. Bei Angst will der Hund die Distanz zum Angstauslöser vergrößern mit seinem Verhalten. Also um angstauslösende "Objekte" zunächst einen Bogen laufen. Sollte sich das Verhalten Ihres Hundes nach dem Einfangen jedoch noch nicht ansatzweise verändert haben, wenden Sie sich an eine Fachfrau/-mann, die/der Ihnen hilft.

    Viele Grüße aus Düsseldorf

    Kerstin Gebhardt
    Hundepsychologin/-trainerin
    www.kerstin-gebhardt.de
    mobil: 0173-5463246

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