Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Gebäll, Angst

  Nordrhein-Westfalen
Gisela63 schrieb am 16.05.2016   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: Collie, Americanisch, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Mein Collie Rüdesheim ist vier und hat Angst vor Gegenständen, die Personen in der Hand halten und bellt viel, wenn ich .nicht da bin weint er.

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Antworten(1)

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 17.05.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Gisela,

    ist es egal welche Gegenstände die Personen in der Hand haben? Ist die Hand erhoben oder ist es auch so, wenn sie herunterhängt? Bitte beschreiben Sie Sie die Situationen etwas näher und um welche Gegenstände es sich genau handelt.

    Damit Ihr Hund nicht weint und bellt wenn er allein ist, sollten Sie mit ihm das Alleinebleiben in kleinen Schritten üben. Eine detaillierte Anleitung finden Sie nachfolgend:

    Fangen Sie damit an, Ihrem Hund einen festen Liegeplatz zuzuweisen, an dem er sich sicher fühlt. Viele Hunde mögen es, in einer Höhle zu liegen, da sie sich dort geborgen fühlen. Nutzen Sie dann eine Hundebox!

    Als erstes muss Ihr Hund nun lernen, dass er Ihnen im Haus nicht mehr auf Schritt und Tritt folgen darf. Er soll alleine in einem anderen Raum bleiben, zunächst einmal nur ein paar Sekunden, später dann immer länger! ***

    In einem zweiten Schritt müssen Sie dann Schlüsselreize abbauen. Hunde sind sehr genaue Beobachter, sie wissen schon, dass Sie nun wieder die Ausgehschuhe anziehen, den Schlüsselbund aufnehmen und dann wieder das gefürchtete Alleinebleiben kommt. Verändern Sie Ihre Gewohnheiten, gehen Sie einfach einmal ohne Mantel hinaus. Ziehen Sie die Ausgehschuhe an, nehmen Sie den Schlüssel in die Hand und setzen Sie sich dann auf das Sofa, um einen Kaffee zu trinken. Je weniger Ihr Hund die Dinge vorhersehen kann, desto weniger fängt er vorher schon an, in Panik zu verfallen.

    Im nächsten Schritt verlassen Sie nun das Haus, auch hier fangen Sie wieder erst mit wenigen Sekunden an. Gehen Sie so oft wie möglich in diesen kurzen Einheiten hinaus. Für einen besseren Überblick können Sie hierfür auch ein Trainingstagebuch einführen. Jetzt heißt es durchhalten, steigern Sie Schritt für Schritt die Zeit, die Ihr Hund alleine bleiben kann. Wenn Sie es geschafft haben und Ihr Hund 20 bis 30 Minuten alleine zu Hause schafft, können Sie die Schritte immer größer machen.

    ****
    - bis zu 3 min., wenn der Besitzer den Raum bei geöffneter Tür
    - bis zu 3 min., wenn der Besitzer den Raum abwechselnd verläßt und wiederkommt und dabei
    jeweils die Tür schließt;

    - bis zu 5 min., bei geschlossener Tür, während der Besitzer aber in der Wohnung bleibt;
    - bis zu 5 min., bei geöffneter Tür, während er Besitzer die Wohnung aber verläßt
    - bis zu 10 min.,……. – bis zu 15 min. usw.
    Wichtig:
    Nicht Zurückkommen, wenn der Hund noch winselt oder bellt – warten bis er sich beruhigt hat,
    erst dann die Wohnung/Zimmer betreten.


    Viele Grüsse

    Kerstin Gebhardt
    Hundepsychologin/-Trainerin
    www.kerstin-gebhardt.de

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