Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Angst und Flucht

  
jennifer-kliehr schrieb am 09.04.2012   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Mischlingshündin (Schäferhund/Labrador) 3 Jahre alt hat Angst und ergreift die Flucht bei lauten unbekannten Geräuschen... abgesehen von der Ursache, würde ich auch gerne wissen bzw Vorschläge zur Besserung bekommen...

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Antworten(1)

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 11.04.2012
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Frau Kliehr,


     


    für das Verhalten Ihrer Hündin kann es verschiedene Ursachen geben, z. B. Angst auf Grund fehlender Erfahrung oder Angst auf Grund schlechter Erfahrung(en). Woher das Verhalten genau kommt, kann man erst sagen, wenn sehr viel mehr Informationen aus der gesamten Lebensgeschichte eines Hundes bekannt sind.


     


    Oftmals ist es hilfreich, zuerst eine Liste mit all den Dingen zu machen, vor denen der eigene Hund Angst hat.


    Dann geht man die Liste durch und versucht, durch einfache Umstellungen im häuslichen Bereich, diese Problemsituationen zu vermeiden bzw. durch einfache Managementmaßnahmen dem Hund das Leben zu erleichtern.


    Schließlich kann man anfangen, am besten unter Anleitung eines verhaltenstherapeutisch tätigen Tierarztes, gezielte Übungen zu machen, damit der Hund entspannter wird, wenn er angstauslösenden Dingen begegnet.


     


    Beispiel:


    Ein Hund hat Angst vor lautem Donner.


    Auf der Liste stünden nun wahrscheinlich Donner, Schüsse, Feuerwerk.


    Problemsituationen meiden bedeutet, dass man z. B. über Silvester aus einer Großstadt, in der in jeder Straße geböllert wird, aufs Land, wo nur in weiter Entfernung Feuerwerk zu hören ist, fährt.


    Management im Alltag heißt, dass man dem Hund einen schallisolierten Rückzugsort baut, den er bei Bedarf selbst aufsuchen (und jederzeit wieder verlassen) kann.


    Als Übungen kämen bestimmte Trainingseinheiten, bspw. mit Hilfe einer Geräusch-CD in Frage. Evtl. müsste man auch über Pheromone, Veränderungen bei der Ernährung und ggf. Medikamente nachdenken.


     


    Viele Grüße,


    Stefanie Ott

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