Deine Hundetrainer-Sprechstunde

angst

  Bayern
daggy schrieb am 12.02.2017   Bayern
Angaben zum Hund: Rottweilee, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

guten morgen.
wollte sie etwas fragen und zwar mein rotti welpe (6monate) hatt vor allen geräuschen angst. (husten, schnelle bewegung, öffnen von kästen einfach alles, jezt wollte ich sie fragen ob man da was tun kan?
und bein autofahren am anfagt kommt immer sabber und dan übergiebt er sich, wollte sie fragen ob das die reisekrankheit ist? mfg daggy

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 14.02.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    sehr wichtig ist, dass Sie den Hund nicht trösten, auch nicht locken, wenn er wo nicht hin will. Seien Sie bei ihm, aber bedauern Sie ihn nicht. Strahlen Sie Ruhe aus und zeigen ihm dadurch, dass die Geräusche gar nicht so schlimm sind.
    Es gibt auch einige Geräusche-CDs im Handel, oder laden Sie sich von hier:
    http://www.soundarchiv.com/Geraeusche/Kategorien/46/Umwelt/
    die passenden Geräusche.
    Fangen Sie leise an, geben Ihrem Hund ein besonders Leckerchen oder besser noch, etwas, woran er lange kauen muss. Kauen beruhigt und wenn er dabei im Hintergrund "gefährliche" Geräusche hört, wird es mit der Zeit immer besser. Wenn er bei den leisen Geräuschen keine Angst mehr zeigt, machen Sie das ganze immer lauter.
    Es ist natürlich möglich, dass es dem Hund beim Autofahren schlecht wird. Es gibt Medikamente, fragen Sie dazu Ihren Tierarzt.
    Es kann aber auch sein, dass er Angst vorm Autofahren hat, was ich eher denke da er sowieso ein ängstlicher Hund ist. Aber auch das bekommen Sie mit viel Geduld und Zeit in den Griff, wenn Sie in ganz kleinen Schritten vorgehen. Sie erkennen, ob er Angst hat, wenn er zögerlich auf das Auto zu geht, sich evtl. sträubt, einzusteigen.
    Wenn das so ist, nehmen Sie den Hund an die Leine und gehen in einiger Entfernung an dem Auto vorbei. Wenn Sie merken, dass sie entspannt ist, verringern Sie die Entfernung zum Auto. Dann gehen Sie auf das Auto zu, bleiben, in einiger Entfernung davor stehen. Gehen Sie jeden Schritt solange, bis der Hund entspannt. Dann öffnen Sie die Autotür und schließen sie wieder. Als nächsten Schritt setzen Sie sich ins Auto, der Hund bleibt draußen. Der nächste Schritt, den Hund ins Auto zu bekommen, ist der schwerste. Am besten ist es immer, wenn man beide hintere Türen aufmacht und einfach mit dem Hund an der Leine durchgeht. Wenn das funktioniert, setzen Sie sich mit dem Hund ins Auto, geben ihm ein besonderes Leckerchen. Dann schließen Sie die Türen, starten den Motor, fahren langsam an, erst ein kurzes Stück, dann immer weiter. Denken Sie daran, alles Schritt für Schritt zu machen. Sehr wichtig ist auch, dass Sie den Hund nicht locken. Gehen Sie einfach los und zeigen dem Hund so, dass das Auto vollkommen ungefährlich ist.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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