Was kann ich tun, wenn der Hund panische Angst vor anderen Hunden hat?

  
Larmida schrieb am 11.10.2022   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage


Wir haben von einer Züchterin eine 5 jährige weiße Schäferhündin bekommen. Sie hatte bereits zwei Würfe. Sie ist eine ganz ruhige Seele, die jedem gegenüber mit Respekt und Vorsicht gegenübertritt. Obwohl sie aus einem Rudel kommt und dort auch mit anderen Hunderassen in Kontakt kam (in der Nähe werden noch weitere Rassen gezüchtet), so hat sie vor allen anderen Hunden panische Angst. Teilweise möchte sie nicht einmal vorbeigehen. Sie bleibt nur dann ruhig, wenn sich der andere Hund nicht für sie interessiert. Sonst bleibt für sie nur noch die Flucht. Ich versuche immer souverän zu bleiben, als wäre nichts los und meinen Weg fortzusetzen. Aber manchmal klappt es nicht, weil sie stur bleibt und keinen Schritt weiter auf den Hund zu/ daran vorbeigehen möchte. Woran kann das liegen und was kann ich tun? Die Züchterin versteht das Verhalten auch nicht. Eine enge Bindung haben wir bereits zu ihr. Sie läuft entspannt an der Schlepp und kommt oder wartet auf Kommando. Wir wissen nicht weiter.


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Antworten(1)
  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 18.10.2022
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Abend,
    bitte versuchen Sie folgendes:
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der kurzen Leine HINTER Ihren Füßen und an Ihrer zum Ereignis abgewandten Seite.
    Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns, wenn der Hund an der Leine pampt. Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu beißen“, wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klarzukommen.
    Geben Sie Ihrem Hund Sicherheit. Hunde brauchen Regeln und Rituale, die Sie festlegen und durchsetzen. Dann fühlt sich ein Hund gut, weil er weiß, dass er sich auf uns verlassen kann. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund nicht an und Sie vermeiden es, dass ein Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund oder eine Leinen-Begegnung gehen grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung und nehmen Sie den Blickkontakt heraus. Bleiben Sie in Bewegung und lassen Sie ihn nicht am Rand sitzen und beugen Sie sich nicht über ihn, das baut unnötig Stress auf.
    Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht/Unsicherheit ernstnehmen. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen Sie sie unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!!!!!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt
    www.hundimedia.de



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