Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Schreckmoment mit großen Hunden

  
Debo schrieb am 13.04.2019   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo unsere Hündin ist 1Jahr und 3 Monate alt, kommt aus dem Tierschutz und sehr unsicher. Bei unsere Gassigeh Runde müssen wir an einem Grundstück vorbei, in dem 3 große Hunde wohnen. Vor ein paar Wochen kamen sie auf einmal alle aus dem Haus gestürmt und rannten bellend auf uns zu, bis zum Zaun. Das ist zweimal passiert und seitdem hat sie sehr viel Angst auch nur in die Nähe dieses Hauses zu kommen. Sie worft sich in die Leine, zieht und ist panisch. Wenn die Hunde draußen sind ist es noch schlimmer. Leider können wir die Strecke nicht meiden, wie kann ich ihr die Angst am Besten wieder nehmen?

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Antworten(2)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 14.04.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Tag,
    die Hündin zieht von Ihnen weg und ist panisch, das heißt, Sie hat noch kein Vertrauen, dass Sie mit dieser Situation fertig werden.
    Versuchen Sie zuerst das:
    Bauen Sie Vertrauen auf: Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der Leine HINTER Ihren Füßen.
    Bitte gehen Sie niemals direkt auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns, wenn der Hund an der Leine pampt. Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“ oder zu fliehen, wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klar zu kommen.
    Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund oder eine Leinen-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung und nehmen Sie den Blickkontakt heraus. Bleiben Sie in Bewegung und lassen Sie ihn nicht am Rand sitzen, das baut unnötig Stress auf.
    Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Gehen Sie mehrmals an dem Grundstück vorbei, versuchen Sie, ob sie ein Leckerchen nimmt - Käse, Wurst, was Tolles!
    Sie sollte an Ihrer Schutzseite HINTER DEN FÜSSEN!!! gehen . Atmen Sie aus, gehen Sie nicht hektisch und zeigen Sie ihr, dass Sie sie beschützen können.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen Sie sie unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!!!!!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de/Ratgeber
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • Debo
    Debo
    schrieb am 14.04.2019

    Danke für die ausführliche Antwort und dass sie sich die Zeit genommen haben, ich werde das in Angriff nehmen! Lg

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