Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Angstagressivität

  Schleswig-Holstein
Dariosmama schrieb am 03.12.2015   Schleswig-Holstein
Angaben zum Hund: Terrier, Yorkshire, weiblich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Bei jedem Hund fangen wir bei 0 an.
Sobald uns ein ihr unbekannter Hund entgegen kommt bleibt sie entweder total erstarrt stehen oder rennt bellend und knurrend auf ihn zu. Sie will zwar bei dem fremden Hund schnüffeln, will dieser das Gleiche tun, schnappt sie.

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 05.12.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, Sozialpartner für ihren Hund sind in erster Linie sie. Andere Hunde können sein, müssen aber nicht. Wenn sie wissen, dass sie so reagiert, lassen sie sie nicht zu anderen Hunden hin. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie auf ein Gegenüber trifft, welcher ihr ernsthaften Schaden zufügt, da er sich das Benehmen ihres Hundes nicht bieten läßt.
    Vermeiden sie deshalb unnötige Hundekontakte. Für ihren Hund sind Hundebegegnungen mittlerweile richtiger Stress. Dies kann sich auch zu einer gepflegten Leinenaggression entwickelen. Wenn sie einige Hunde haben, mit denen sie sich versteht und es keinen Stress gibt, reicht dies für sie als Sozialkontakt.
    Versuchen sie sie bei Hundebegegnungen abzulenken und auf sich zu konzentrieren. Wenn es nicht klappt wäre es gut, wenn sie die Distanz erhöhen, damit sie sich besser auf sie konzentrieren kann. Nehmen sie ein besonderes Spielzeug/ Leckerli mit, welches für sie sehr interessant ist.
    Übernehmen sie unbedingt die Führung draussen und bestimmen, was, wann, wo und wie geschieht. Fordern sie sie und vielleicht finden sie eine Beschäftigung, die sie beide zusammen machen können ( Mobility o.ä.) Dies fördert die Bindung, fördert ihr Vertrauen in ihre Führungsqualität und stärkt ihre Position.
    Ich würde ihnen weiterhin empfehlen sich an eine Hundeschule zu wenden, wo ihr Hund wieder lernt, dass andere Hunde keine Bedrohung für sie sind.
    Anfangs werden sie mit ihr kein großartiges Training machen können, sie soll nur lernen, dass auf eine bestimmte Distanz Hunde okay sind. Diese Distanz wird nach und nach verkürzt, dann darf sie mit einem, zwei, drei Hunden gemeinsam trainieren. Später in einer kleinen Gruppe, irgendwann wechseln auch die Hunde.
    Sie soll und muß nicht mit anderen Hunden spielen. Sozialpartner für ihren Hund sind SIE. Sie soll aber lernen, dass sie ihnen vertrauen kann und andere Hunde auch ihren Weg kreuzen dürfen.
    Es wird ein langer Weg, der von ihnen viel Geduld erfordert und vor allem ein einfühlsames Training, welches den Hund nicht überfordert.
    Aber sie können das Problem lösen.
    Adressen für Hundetrainer finden sie z.B. auf den Seiten des BHV unter http://www.hundeschulen.de/

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

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