Rüde bellt alles agressiv an und steht oft unter Strom

  
lulu88 schrieb am 01.03.2017   
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Es geht um einen weissen Schäferhund. Er ist jetzt 8 Monate. Wir haben ihn seit 2 Monaten (direkt vom Züchter). Am Anfang hat er mich angeknurrt, als er merkte das ich lieb bin hat er das schnell gelassen. Auch unsere anderen Hunde hat er anfangs angeknurrt nun ist alles gut. Aber draußen knurrt er alles an, Baum, Blätter, Menschen. Er knurrt und bellt. Besuch knurrt und bellt er auch an. Er beruhigte sich dann aber schnell, wenn der Besuch länger blieb. Er knurrt Männer mehr an als Frauen. Aber nun ist es so, unser letzter Besucher wurde nicht mehr nur angeknurrt und angebellt sondern er rannte richtig auf ihn zu so richtig agressiv. Hat aber nicht gebissen. Ich habe den Hund dann zur Seite genommen und ihn abgelenkt. Sobald er wieder den Besuch gesehen hat, rastete er wieder völlig aus. Der Besuch kommt öfter und spielt Ball mit den Hunden, die anderen Hunde hatten ihren Spaß. Nun haben wir Angst Besuch reinzulassen. Also wir haben ein großes Grundstück. Habe hier gelesen den Hund hinter sich zu führen, nur wie kann ich ihn dazu bringen hinter mir zu bleiben? Die Züchter beteuerten das er nichts schlechtes erlebt hat. Eins vielleicht noch...er hat ED und wurde vor 3 Wochen operiert. Er humpelt noch. Kann es sein das er besonders agressiv ist weil er Schmerzen hat. Der TA hat vor der OP auch Schilddrüsenwerte genommen, war alles okay. Dem TA war auch aufgefallen das der Hund alle anknurrt.

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 03.03.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, die Ursachen für dieses Verhalten können sehr vielfältig sein.
    Was hat der Hund in der Zeit, während der er beim Züchter war alles erlebt? Hatte er viele Kontakte und Umweltreize oder lebte er eher abgeschieden? Ist mit ihm auf einem Hundeplatz gearbeitet worden und wenn ja, was und wie und vor allem wer?
    Gesundheitliche Probleme können auch mit hineinspielen, aber ich würde dies in ihrem Falle nicht als Hauptursache für das Verhalten ihres Hundes in Betracht ziehen.
    So wie sie ihr Problem schildern, würde ich sagen, sucht er seinen Platz im Rudel. Und er behauptet sich recht gut mit seinem Verhalten.
    Er bestimmt und wenn es ihm nicht passt, wird er "aggressiv" wie sie beschreiben. Auch bei Besuch übernimmt er das "Kommando".
    Festigen sie ihre Position als Rudelchef. SIE bestimmen!! Nicht
    der Hund.
    Agieren sie souverän und konsequent.
    Zeigt er das unerwünschte Verhalten ( anspringen, bellen) bringen sie ihn auf seinen Platz oder in ein anderes Zimmer. Gut für das Training ist der Einsatz einer Hausleine ( am Geschirr befestigen). Dann können sie auf Distanz auf den Hund einwirken und er entwickelt ihnen gegenüber kein Meideverhalten.
    Bleibt er nicht auf seinem Platz, binden sie ihn dort an. Bellt er, ignorieren sie ihn. Nicht schimpfen, nicht ansehen. Er wird erst wieder beachtet, wenn er leise ist. Haben sie Geduld und bleiben sie ruhig und konsequent.
    Der Hund wird sein Verhalten anfangs verstärkt zeigen, dies ist normal und gehört zum Lernverhalten.
    Belohnen sie JEDES gewünschte Verhalten, unerwünschtes Verhalten ignorieren sie.
    Ihr Hund wird rasch lernen, welches Verhalten sich für ihn lohnt (Aufmerksamkeit/Spiel/Belohnung) und was nicht.
    Der Besuch beachtet den Hund nicht, solange er nicht ruhig und entspannt ist. Dann lösen SIE ihr Kommando auf ( warten auf seinem Platz) und der Besuch darf ihn mit einem Spiel/Leckerchen/Aufmerksamkeit belohnen.
    Kommen sie alleine nicht voran, wenden sie sich an einen Hundetrainer mit der Zusatzausbildung zum Verhaltensberater.
    Adressen für Hundetrainer finden sie z.B. auf den Seiten des BH unter www.hundeschulen.de

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick
    zertifizierter Hundetrainer/Verhaltensberater IHK/BHV

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