Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hund bellt in der Arbeit wenn es klingelt oder wenn reinkommt

  Bayern
SantiEmma schrieb am 21.12.2014   Bayern
Angaben zum Hund: Mischling, weiblich, kastriert, Alter über 5 Jahre

Hallo,
meine Hündin kann mit in die Arbeit, allerdings nicht mehr lange, wenn es so weitergeht. Wenn es klingelt bellt sie sehr stark. Sie rennt auch zur Tür. Ich habe angefangen mit einer Wasserpistole zu arbeiten und schicke sie auch immer auf ihren Platz, der weit von der Tür weg ist, sie hat gelernt, dass sie auf ihren Platz gehen muss, wenn es klingelt, am Anfang hat sie auch nicht gebellt, jetzt geht sie zwar auf ihren Platz, aber bellt dann von dort aus weiter. Auch die Wasserpistole hilft nur kurz. Da ich im Büro bin, muss ich zur Türe gehen und kann mir dabei auch nicht ewig Zeit lassen. Ich weiß nicht, was ich noch tun soll. ich bin mir ziemlich sicher, dass sie nicht aus Angst bellt, sondern aus Aufregung und Schreck. Was soll ich noch tun?

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Antworten(3)

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 21.12.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo,

    bellt Ihre Hündin nur im Büro oder auch zuhause, wenn es schellt?
    Aufregung und Schreck wären aber zwei ganz unterschiedliche Motivationen. Die Wasserpistole würde ich weglegen, denn das hat ja nichts gebracht.
    Versuchen Sie doch mal folgendes: Ziehen Sie dem Hund eine Hausleine an. Eine Hausleine ist eine leichte Leine nur mit Karabinerhaken, ohne Schlaufen. Immer wenn Sie an die Tür müssen, nehmen Sie wortlos die Leine gehen gemeinsam an die Tür. Bitten Sie den Besuch, den Hund nicht zu beachten.

    Berichten Sie doch mal von Ihren Erfahrungen.

    Liebe Grüße
    Gabriele Holz

  • SantiEmma
    SantiEmma
    schrieb am 21.12.2014

    Manchmal merkt man, dass sie sich wirklich erschreckt hat, sie bellt kurz und sieht mich dann gleich an und hört auf. andere male hört sie nicht auf und bellt auch noch wenn derjenige reinkommt ewig weiter. Sie bellt auch daheim, wenn es klingelt.
    Ich wechsle demnächst meinen Arbeitgeber, dort wird es ein Gemeinschaftsbüro sein und noch öfter klingeln und ich werde oft nicht diejenige sein, die zur Tür geht, was mache ich dann?

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 22.12.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Morgen,
    man kann allem auch etwas Positives abgewinnen. Wenn Ihre Hündin auch zu Hause bellt, können Sie die Situationen völlig entspannt auch zu Hause trainieren. In der Situation, in der sie nur kurz bellt, weil sie sich erschreckt, geben Sie ihr weiterhin Ihr Abbruchsignal (z.B. Ruhe) und bestätigen sie, wenn Sie, wie beschrieben, gleich wieder ruhig ist. Die Bestätigung kann durchaus ein Leckerchen sein, oder etwas was dem Hund gefällt. Belohnen Sie das Verhalten, das gewünscht ist, dann wird dieses auch öfter gezeigt. Ich finde, Sie gehen doch schon einen guten Weg, wenn Ihre Hündin auf die Decke zu schicken ist. Das wäre auch mein erster Tipp gewesen. Wenn Sie den Hund angeleint mit zur Tür nehmen, zeigen Sie ihr, dass es Ihre Aufgabe ist, den Besuch zu empfangen. Damit entbinden Sie Ihre Hündin der Kontrollaufgabe. Arbeiten Sie auch mit Clicker? Wenn ja, können Sie den Clicker gut beim neuen Arbeitgeber einsetzen, wenn Sie nicht die Tür öffnen müssen.
    Müssen Sie die Tür öffnen, dann nehmen Sie Ihre Hündin an der Leine mit zur Tür. Auch das können Sie zu Hause trainieren. Keine Angst, das wird nicht das Ritual für den Rest Ihres Lebens sein, die Hündin soll nur lernen, dass es nicht ihre Aufgabe ist, den Besuch zu empfangen.
    Trainieren Sie zu Hause folgendes: Es klingelt, Sie schicken Ihre Hündin auf die Decke, bestätigen Sie für das Ruhigbleiben. wenn Sie mit Clicker arbeiten, clickern Sie solange, bis Sie den Besuch hereingelassen haben und erlauben, dass Ihre Hündin den Besuch empfängt.
    Falls Sie eine Hilfsperson haben, trainieren Sie das ganze auch, wenn die Hilfsperson zur Tür geht. Achten Sie dann darauf, dass Sie die Bürosituation etwas nachstellen, indem Sie etwas entfernt von Ihrer Hündin sitzen und immer weniger Sichtkontakt geben, sondern einfach nur clickern. Vergessen Sie nach erfolgreicher Übung die Belohnung nicht. Es muss sich für Ihren Hund lohnen.
    Bitte achten Sie bei der Platzwahl darauf, dass Ihre Hündin keine strategisch wichtigen Plätze inne hat. Ängstlichen Hunden hilft auch eine Hundebox, die es in allen möglichen, auch sehr leichten Ausführungen gibt.
    Sollte das "ewige" Bellen aber angstbedingt sein, so sollten wir noch einen anderen Weg ausprobieren. Dann würde ich den Besuch bitte, dem Hund ohne Ansprache ein paar Leckerchen hinzuwerfen, die Sie vorher bereitgestellt haben.
    Wissen Sie welche Rassen in Ihrer Hündin stecken?

    Liebe Grüße
    Gabriele Holz

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