Leinenführigkeit einer Jack Russel Dame

Leinenführigkeit
Konny S. schrieb am 22.05.2016
Hallo, Wir (2 erwachsene, 2 Kinder 7,2 Jahre alt ) zählen zu unserer Familie eine Jack Russel Dame.
Zu Hause ist sie der liebste Hund, aber wenn es losgeht, macht sie mich wahnsinnig, sie kläfft wie eine Wilde und zieht wie eine Irre an der Leine, oder aber sie beißt rein und zieht mich.

Wenn ich die Leine fallen lasse, hört sie auf, aber wenn ich danneinfach weiter gehe, ohne die Leine in der Hand zu halten, läuft sie mir vor die Füße, mit der Leine in der Schnauze, oder aber neben dem Kinderwagen, wenn der mit dabei ist.

Ich habe schon einiges versucht, am besten hat es mit Schellen funktioniert, eine Woche lang, war sie der perfekte Hund an der Leine, dann ließ der Respekt der Schellen nach.

Ein anderer Versuch war das Halsband von César Milan, das hat zwei Halsbänder und am oberen ist eine Schlinge, die sich zuzieht, sobald der Hund zieht, aber meine Madame versteht das Prinzip nicht, sie hört einfach nicht auf.


Wenn ich sie von der Leine nehme, ist sie abrufbar und sie entfernt sich auch nicht sehr weit von mir, (5 Meter im Umkreis) aber sobald die Leine dran ist, ist sie nicht mehr ansprechbar.

Dann zieht sie wie eine Irre. Und das macht sie immer, egal wie viele Kilometer wir gelaufen sind, doch eine Ausnahme gibt es, wenn es regnet, muss ich sie ziehen.


Vielleicht gibt es noch Tipps, denn es beeinträchtigt mich schon sehr.

Mit freundlichen Grüßen
Konny
1 Antwort
Ellen Mayer | Hundetrainer/in
schrieb am 22.05.2016
Hallo Konny,
Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn er einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar JEDESMAL.
Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
Die Leine von Cesar Milan oder auch die Schellen sind keine Allheilmittel sondern Hilfsmittel, um Hunde korrigieren zu können. Nicht der Hund sollte das Prinzip verstehen sondern der Mensch. Deshalb sollte man sich die Anwendung dieser Hilfsmittel immer von einem Profi zeigen lassen ansonsten helfen sie nicht, wie Sie ja auch bemerkt haben.

Viel Erfolg..
Ellen Mayer
www.lesloups.de
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