Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Mein Hund Zieht an der Leine und bellt jeden an

  Niedersachsen
Danimara schrieb am 16.10.2016   Niedersachsen
Angaben zum Hund: Retriver / Schäferhund , männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo ich habe einen 4 Jährigen Retriever / Schäferhund aus schlechter Haltung haben ihn mit 1,5 Jahren geholt da waren wir schon der 5 Besitzer vom Züchter an gerechnet damals hatte er vor allem Angst sogar vor der Mülltonne jetzt bellt er nur noch jeden an Und zieht wie ein irrer an der Leine bis ich an vorbei bin haben sie einen Rat für mich
l.g Renate

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 16.10.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,
    Hunde, gerade ängstliche Hunde, benötigen einen ruhigen, souveränen menschen, der sie führt. Wenn ein Hund an der Leine zieht, führt er, ist damit vollkommen überfordert und bellt deswegen alles und jeden an.
    Sobald Sie also Ihren Hund führen, wird er seine Angst verlieren denn er kann sich auf Sie verlassen.
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn er einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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