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  Nordrhein-Westfalen
maike2017 schrieb am 14.09.2017   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: eng. bulldogge, männlich, kastriert, Alter 1-3 Jahre

Hallo! mein hund (rüde)wird jetzt bald 2 jahre. als er in die pubertät kam, fing er an sich nicht mehr mit anderen rüden zu verstehen- was auch ok für mich ist und auch verständlich. er ist generell draussen sehr unsicher. wir üben zuhause, wie auch draussen am grundgehorsam und an der leinenführigkeit. die klappt auch schon super. bei fussgängern und radfahrern lass ich ihn neben mir sitzen oder stehen, (wir üben mit dem clicker) , lassen fussgänger vorbeigehen, ich clicker wieder und wir gehen ohne probleme weiter. aber bei hundebegegnunen schaff ich es einfach nicht. auf große distanz /andere straßenseite ist alles gut. aber man schafft es ja nicht immer, die straße zu wechseln, oder einen bogen zu gehen oder die richtung zu wechseln. ich geh dann so weit ich es schaff mit ihm an die seite, stelle mich vor ihn und mache EIGENTLICH das selbe wie bei fussgängern. aber es klappt einfach nicht.er nimmt mich überhaupt nicht mehr wahr. er macht sich steif, bewegt sich keinen cm mehr, bewegt sich wie ein puma , fixiert und wenn er hund immer nähe kommt, wartet er ab und will dann mit aller macht hin. natürlich unterbinde ich das irgendwie. aber es ist jedes mal wieder ein kraftakt und verursacht bei ihm und mir absoluten stress.
wir hatten auch eine hundetrainierin , die mir sagte, sein verhalten wäre absolut normal aber ich soll erstmal allen hunden aus dem weg gehen. aber das schafft man ja nicht immer und irgendwann will ich einfach ohne großes theater an anderen hunden vorbeigehen könne. er muss sich nicht mit jedem verstehen oder spielen, einfach vorbeigehen und gut ist! gibt es da irgendwelche tipps? er nimmt dann weder leckerchen, noch spielzeug, noch sonst was. er sieht nur noch den anderen hund! (vllt noch was zu erklärung: mädels findet er super, da will er hin um dann glaub ich zu spielen; bei rüden wird dann gerne gepöbelt und auf dicke hose gemacht).

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Antworten(3)

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 14.09.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Maike, ich denke, daß an Ihrem Timing etwas nicht stimmt. Sobald Ihr Hund den anderen Hund wahrnimmt, sollten Sie ihn ansprechen und zeitgleich etwas positives präsentieren, und zwar so lange, bis der andere Hund weg ist. Vielleicht ist es auch besser nicht stehenzubleiben, sondern mit Ihrem Hund weiter an dem anderen vorbeizugehen. Ihr Hund sollte dann an Ihrer von dem anderen Hund abgewandten Seite laufen. Bellt und pöbelt er und Sie können nicht ausweichen, nehmen Sie es zur Kenntnis und belohnen ihn, wenn er wieder ruhig ist.

    Viele Grüsse aus Düsseldorf

    Kerstin Gebhardt
    Hundepsychologin/-Trainerin
    www.kerstin-gebhardt.de

  • maike2017
    maike2017
    schrieb am 14.09.2017

    das problem ist, wenn ich es so früh genug mache, dass er den anderen hund gar nicht wahrnimmt , kann ich ihn "ablenken" und eine andere richtung einschlagen. alles gut! wenn uns der hund aber entgegenkommt und ich an ihm vorbeigehen möchte, nehme ich meinen hund schon zur seite, aber genau DA ist schon das problem: er bleibt stehen, hängt sich dermaßen in die leine, dass ich es fast nicht schaffe ihn an meine seite zu nehmen und selbst wenn es klappt, bleibt er trotzem stehen und fixiert ihn, oder schleicht wie ein puma neben mir , nach dem motto "na komm mein freund...gleich gehts los...gleich hab ich dich" und dann versucht er vor mir oder hinter mir trotzdem zu dem hund zu gelangen. und da es eine engl. bulldogge ist mit knapp 30 kg, ist es gar nicht so einfach ihn an meiner seite zu halten, oder nur mit so viel kraft, dass er wie ein bär nur noch hinten auf den hinterbeinen steht/läuft und das sieht nicht nur peinlich aus, sondern macht jede hundebegebnung zu einem chaos und kraftakt für ihn und mich. ist der hund vorbei, läuft er wieder super beifuss als wenn nichts gewesen wäre. wäre es ein großer hund, könnte ich ihn noch mal halsband oder geschirr an meiner seite halten, aber da eine bulldogge so eine kraft auf kleinen körper hat, wuselt er sich irgendwie an mir vorbei und ich schaff es kaum ihn an meiner seite zu halten.

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 15.09.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Haallo Maike, Ablenkung von dem anderen Hund ist nicht die Idee. Ihr Hund soll ihn sehen, Sie sprechen ihn sofort an- wenn es sein muss mit Nachdruck und werfen Leckerlies oder sein Spielzeug, damit er eine Verknüpfung hat: So nach dem Motto, oh Hund, wo ist das Leckerchen. Ich weiß, daß ein 30 kg-Hund nicht so einfach zu halten ist aber auch da sollte man noch and er Leinenführigkeit und am Grundgehorsam arbeiten. Bei der Leinenführigkeit ist es wichtig, daß Ihr Hund neben oder hinter Ihnen läuft. Üben Sie es zuerst unter wenig Ablenkung und steigern Sie es dann. Es geht nicht von heute auf morgen, sondern man muss konsequent daran arbeiten. Es kann auch immer mal vorkommen, daß er trotzdem bellt etc. bleiben Sie dran und loben ihn, wenn es klappt.

    Viele Grüsse
    Kerstin Gebhardt
    Hundepsychologin/-Trainerin
    www.kerstin-gebhardt.de

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