Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Zukommende freilaufende Hunde

Tatjana813 schrieb am 20.09.2015
Angaben zum Hund: Rhodesien Ridgeback, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

So meine Familie und ich wir sind vor einem Monat zu einer etwas anderen hundeschule gegangen, die nicht mit Leckerlis zur Belohnung arbeitet. Ich finde diese Methode hat bei meinem 9 Monate alten Rüden den ich nicht halten kann durch seine Kraft rein garnichts geholfen. So haben wir weiter gesucht und sind auf eine hundeschule getroffen, die die Hunde durch einen Ruck an der Leine auf uns aufmerksam macht, direkt nach der ersten Stunde hatten wir ein sehr großes Erfolgserlebnis, er hat auf uns geachtet und sich an der Leine nicht mehr von uns entfernt. Durch 2 mal weiteres Training waren wir so weit das er auf keine anderen Ablenkungen so wie Hunde oder die Umwelt geachtet hat wenn wir es ihm das Zeichen gaben. Nun aber gibt es so Ausnahmen wo freilaufende Hunde aus dem nichts kommen & und direkt vor unserem Hund stehen und spielen wollen, dabei wird mein Hund sehr aggressiv und ich kann ihn nicht halten. Daraufhin habe ich meinen Trainer gefragt und der meinte ich solle so eine Dose, die die Hunde abschreckt neben den auf uns zukommenden werfen, das ich sozusagen mein Rudel beschützte aber jetzt kommt die eigentliche Frage, darf ich das denn überhaupt?

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 27.09.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, zuerst einmal schön, wenn sie jetzt Erfolge sehen. Was machen sie wenn keine Leine am Hund dran ist?
    Das arbeiten mit Belohnung ist gut - wenn es richtig angewendet wird. Dies scheint in der ersten Hundeschule leider nicht korrekt gewesen zu sein, denn sonst hätten sie auch damit Erfolge erzielt. Es liegt also nicht an der Methode, sondern am Training.
    Zu der eigentlichen Frage.
    Überlegen sie was passieren könnte, wenn der freilaufende Hund, diesen Dosenwurf als Angriff auf sich wertet? Nicht alle Hunde schrecken vor dieser lächerlichen Klapperdose zurück. Wären sie in der Lage ihren Hund gegen das Gegenüber zu verteidigen?
    Überlegen sie weiter, was passieren könnte, wenn IHR Hund sich in der Situation vor dieser Dose erschreckt. Könnte er dies mit ihnen oder dem anderen Hund verknüpfen?
    Welche Folge könnte diese Fehlverknüpfung haben? Meideverhalten ihnen gegenüber, verstärkte Leinenaggression gegen andere Hunde?
    Wenn von dem anderen Hund keine Gefahr ausgeht und er sich bei ihrer "Attacke" mit der Dose verletzt, müssen sie mit Schadensersatzforderungen des anderen Hundebesitzers rechnen (ev. Tierarztkosten etc.).
    Auch uns begegnen häufig unangeleinte Hunde, leider sind manche Hundebesitzer da recht gedankenlos.
    Meine Hunde haben gelernt, wenn ein anderer Hund kommt sollen sie sich zu mir umdrehen/zu mir zurückkommen ( wenn sie ohne Leine laufen) und neben mir warten.
    Bitten sie ihren Trainer auch ihnen statt dessen ein Alternativverhalten zu zeigen, welches sie ihrem Hund bei Hundebegegnungen abfordern können.

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

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