Was tun bei Aggression, Knurren und Schnappen gegenüber Menschen?

  
D.M.Wege schrieb am 05.09.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Unser 15 Monate alte Aussie-Doodle-Rüde wuchs im Zirkus auf, lebte zwei Monate in einer Familie und wir haben ihn aus dem Tierschutz bekommen. Er hat ein sympathisches, aufgewecktes, fröhliches Wesen und ist sehr kuschelbedürftig. Leider zeigt er (wie bei der Vorgängerfamilie, die ihn deshalb abgegeben hat) zeitweise gegenüber Familienmitgliedern (alle männlich) Knurren, er duckt sich weg, will zuschnappen, versteckt sich unter Tisch oder Bett. Es wirkt, als hätte er Angst. Bei Besuch zeigt er dieses Verhalten (egal ob männlich oder weiblich) so gut wie immer. Mich knurrt er nie an, er zeigt das Verhalten besonders stark, wenn ich in der Nähe bin. Bisher muss er in solchen Situationen den Raum verlassen, damit ein ungestörtes Miteinander mit Besuch möglich ist, aber eine tolle Lösung ist das nicht. Was können wir tun?

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Antworten(3)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 06.09.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Abend,
    Ihr Hund hat gelernt, sich selbst zu verteidigen. Vermutlich hat er von Männern nichts Gutes gelernt.
    Alle männlichen Familienmitglieder sollen den Hund komplett ignorieren,nicht anschauen (!!!) anfassen ansprechen! Es soll sich selbst nähern. Beobachten Sie es: Wenn ein Mann ihn von oben ansieht, sagt ich tu dir noch nix, hat er damit Erfolg gehabt zu knurren, um sich die Männer vom Hals zu halten.
    Sie sperren ihn weg, das ist die Höchststrafe für einen Hund. Außerdem kann er es nicht verstehen. Nehmen Sie ihn an die Leine und führen sie ihn, leiten sie ihn an und BESCHÜTZEN Sie ihn, indem sie Männer abwehren, wenn sie sich ihm nähern! Zu Ihnen hat er Vertrauen, dulden Sie nicht, dass Ihnen jemand in die Nähe kommt. Er kann sich mit der Zeit unter Ihrem Schutz an alle Situationen gewöhnen.
    Lassen sie ihn in Ruhe ankommen und an alle gewöhnen, unter Ihrem Schutz, an der Leine und hinter Ihren Füßen,
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • D.M.Wege
    D.M.Wege
    schrieb am 06.09.2021

    Hallo Frau Büttner-Vogt, vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Was mich besonders irritiert ist, dass unser Hund zu meinen Söhnen eigentlich ein sehr gutes Verhältnis hat und gerne mit ihnen tobt und springt. Könnte es trotzdem sein, dass er ein Problem mit Männern hat? Das unerwünschte Verhalten tritt:
    - Nur in unserem Haus oder Garten auf, nicht außerhalb
    - Oft wenn ich anwesend bin
    - oft, wenn die andere Person entweder klingelt und der Hund nicht weiß, wer kommt, wenn die Person fremd ist, oder wenn sie unverhofft kommt (z.B. nachts im dunklen Treppenhaus wird jeder vorbeigehende angeknurrt)

    Der Hund knurrt zuerst mehrmals bedrohlich, bellt dann 1-2 mal und schnappt dann auch. Er wirkt dabei nicht selbstbewusst, mehr, als würde er sich verteidigen und ängstlich sein. Wenn er angewiesen wird damit aufzuhören, duckt er sich vorne runter, legt die Pfoten über den Kopf, versucht sich zu verstecken (Bett oder Tisch/ Stuhl).
    Über eine weitere Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 09.09.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Herr Wege,
    es ist immer sehr schwierig, wenn ich Ihre und die Körpersprache der anderen nicht sehen kann.
    Sein Trauma muss in einem Innenraum passiert sein, mit Männern,
    Sie sind seine Ressource, Lebensversicherung, also knurrt er andere weg.
    Nehmen Sie ihn immer und ohne Ausnahme an die Leine HINTER Ihre Füße,
    Machen Sie Licht im Treppenhaus und nehmen Sie den Hund beschützt HINTER sich. Wenn er schnappen kann, ist er vor Ihnen, sonst geht das nicht - er muss eigene Entscheidungen treffen, mit denen er nicht klar kommt. Anstatt dass Sie ihn verteidigen, muss er es selbst tun und fühlt sich furchtbar dabei, weil Sie ihm nicht helfen und dann noch zurechtweisen.
    Sie sind IMMER der Gute, der ihm hilft, die alten Erfahrungen zu löschen, indem Sie ihn beschützen, nie in etwas hineinführen, im Treppenhaus in die andere Richtung geht und Stress abbaut. Nie am Rand stehenbleiben und "keksen" (füttern), das wird nichts. WErden Sie zum Beschützer, Rudelführer Sie wissen immer, was zu tun ist. Geben Sie dem Hund Zeit, sich daran zu gewöhnen, dass er ab jetzt nichts mehr zu erledigen hat!
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt
    Schreiben Sie mir gern wieder...

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