Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Verteidigung unseres Sohnes

  Bayern
Pauline13 schrieb am 07.06.2016   Bayern
Angaben zum Hund: Schäferhund, Weißer Schweizer, weiblich, kastriert, Alter über 5 Jahre

Hallo unsere 11 Jahre alt Hündin verteidigt unseren 3jährigen Sohn immer mehr. Vor 2 Jahren wurde unsere Hündin von 3 kangal böse zu gerichtet. Bei diesem Vorfall war unsere Sohn im Kinderwagen dabei.
Seitdem verteidigt unsere Amy ihn immer öfter.
Beim Spaziergang und auch zu hause. Egal ob Hund oder Menschen uns beim Spaziergang begegnen, sie schirmt ihn ab.
Zuhause verteidigt sie ihn sobald einer in ihren Augen sich zu schnell auf ihn zu bewegt. Bisher hat sie sich immer dazwischen gestellt aber jetzt fängt sie an mit Zähne klappern und hat auch jetzt schon mal gezwickt. Bei mir und meinem Mann macht sie nichts.
Wenn wir es sehn wird es sofort unterbunden aber man merkt das sie ihn immer gut im Auge behält.
Wir haben jetzt auch Angst das sie irgendwann auch keine anderen Kinder mit unserem Sohn spielen lässt oder doch mal zu beißt.
Können Sie uns helfen?
Derzeit überlegen wir sie nur noch mit Maulkorb laufen zu lassen.
Danke Andrea

Vielen Dank für die Meldung dieses Beitrages. Wir werden Ihre Nachricht schnellst möglich prüfen!
Sie werden nun bei neuen Antworten benachrichtigt!
Sie werden nicht mehr bei neuen Antworten benachrichtigt!

Antworten(7)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 13.06.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Andrea,
    Ihre Angst ist sicher begründet.
    Sie schreiben, Sie unterbinden dieses Verhalten sofort. Was genau machen Sie in dem Moment?

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Pauline13
    Pauline13
    schrieb am 14.06.2016

    Hallo Frau Mayer,
    wenn Amy dieses Vehalten zeigt, ruf ich sie ab und leg sie neben mir ab. Oft müssen wir das sehr oft hintereinander machen bis sie dann wieder zu ruhe kommt und neben mir liegen bleibt.
    Wenn ich das gefühl hab e sie kommt garnicht runter bringe ich sie weg von dem ganzen und sperre sie ins Haus, nur das tut mir dann fast immer leid sie weg sperren zu müssen da sie es gewohnt ist immer bei ihrem Rudel zu bleiben.
    Nach ca 10 -15 Minuten hol ich sie dann wieder dazu, dann ist kurz ruhe, aber dann beginnt das spiel wieder von vorne. Ich bin eigentlich ständig damit beschäftigt sie zu Maßregeln.
    Wenn ich dann ganz genervt bin kommt sie an eine kurze Leine und wird neben mir festgebunden.
    Haben sie noch andere Hilfsmaßnahmen was ich versuchen kann?
    Lg Andrea

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 14.06.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Andrea,
    Sie haben Recht, Hunde sollten nicht weggesperrt werden, vor allem ändert das so gut wie nie was am ursprünglichen Problem, macht es sogar sehr oft noch schlimmer. Der Hund weiß ja nicht, was das soll.
    Sie schreiben, Sie sind eigentlich ständig damit beschäftigt, Amy zu maßregeln. Hunde reagieren sehr oft auf unser Verhalten und unsere Stimmung. Auch schreiben Sie, wenn Sie dann ganz genervt sind, kommt Amy an die kurze Leine. Damit kann Amy nichts anfangen. Aber dass Sie genervt sind merkt sie sicher. Da, denke ich, liegt das Hauptproblem. Wenn Sie Amy maßregeln, ist das evtl. streng? Amy muss nicht bestraft werden, sie macht nur, was ihr Instinkt ihr sagt. Sie merkt, Sie sind genervt, was ja auch verständlich ist, bezieht es aber nicht auf sich sondern auf denjenigen, der Ihren Sohn "bedroht". Sie tun aber nichts, um Ihren Sohn zu beschützen, sondern hindern Amy daran, es zu tun. Deswegen ist es ihr fast unmöglich, zur Ruhe zu kommen. Was ich damit sagen will, Sie beschäftigen sich mit Amy, aber nicht mit dem Problem, dass Amy hat. Das ist ein Kreislauf, den nur Sie lösen können, Amy kann es nicht.
    Üben Sie zuerst mit Amy, auf Kommando an einen festen Platz zu gehen und dort zu bleiben, bis Sie das Kommando wieder auflösen. Bleiben Sie dabei am Anfang neben dem Korb oder der Decke stehen. Wenn Ihre Hündin den Platz verlassen will, bringen Sie sie kommentarlos wieder hin. Wenn sie dort bleibt, geben Sie ihr ein Leckerchen. Dann entfernen Sie sich immer weiter von dem Platz, gehen zurück und geben ein Leckerchen.
    Üben Sie das zuerst ohne, später mit eingeweihten Besuchern.
    Leider geht es nicht, ohne das ganze zu üben. Die meisten Leute maßregeln Ihre Hunde in den Situationen, die Probleme verursachen. Das kann ohne Stress nicht funktionieren. Deshalb ist es immer sehr wichtig, zuerst einmal ohne Stress und Zwang zu üben, dann nach und nach die Problemsituationen einzubauen.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Pauline13
    Pauline13
    schrieb am 14.06.2016

    Hallo Frau mayer
    Danke für den Tip, nur hilft mir das nicht ganz weiter.
    Amy hat einen festen Platz auf den ich sie schicken kann und sie bleibt da auch solange bis ich sage sie darf wieder raus. Das klappt auch perfekt in der Wohnung. In der Wohnung verteidigt Amy unseren Sohn auch nicht. Da darf jeder kommen und gehn .
    Nur sobal dwir im Garten sind könnte man meinen Amy hat alle ihre Kommandos vergessen.
    Was uns auch noch komisch vorkommt ist das Amy unseren Sohn auch vor Familienmitglieder versucht zu schützen.
    Wir haben Amy damals mit 9 Wochen bei uns aufgenommen und jetzt wird sie diesen Monat 11 Jahre alt. Hat viel durch machen müssen die letzten Jahre.
    Wir würden verstehn wenn sie Fremde fernhalten will aber doch nicht die eigene Familie. Ich weiß auch 100% das keiner in der Familie unserem Sohn oder ihr je was Böses getan hat.
    Lg Andrea

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 14.06.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Andrea,
    Sie haben weiter oben geschrieben, dass Amy zuhause Ihren Sohn verteidigt. Was aber nichts am Sachverhalt ändert. weisen Sie Amy dann einfach im Garten einen festen Platz zu.
    Wie reagieren Sie beim Spaziergang?

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer

  • Pauline13
    Pauline13
    schrieb am 14.06.2016

    Hallo Frau Mayer,
    Beim Spaziergang kommt sie an die Leine und wird neben mir ins Platz geschickt und da bleibt sie solange bis wir weiter gehn.
    Aber warum tut sie das auch bei Personen die Sie schon jahre lang kennt das verstehn wir nicht ganz
    LG Andrea

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 14.06.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Andrea,
    warum ich denke, dass sie das tut, habe ich weiter oben geschrieben. Sie braucht souveräne Führung. Wenn Sie sie ins Platz schicken, ist sie immer noch angespannt, es gibt für sie keine Änderung.
    Leider kann ich die Situationen aus der Entfernung unmöglich beurteilen und Ihnen deswegen keine weiteren Ratschläge geben.
    Am besten wenden Sie sich an eine Hundeschule in Ihrer Nähe die Ihnen vor Ort sicher weiterhelfen kann.

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

Möchtest Du auch einen Ratschlag zu Deinem Problem?
Dann stell jetzt eine eigene Frage!

Neue Frage stellen

Weitere Fragen zu diesem Thema:

Hund versucht den Besuch zu beissen

Wir haben zwei Hündinnen mit ca. 5 Jahren, Geschwister. Seit ca. 3... mehr

Ist ein ruhiger,ausgeglichener Zweithund gut für meine unsichere Hündin

Hallo, ich habe eine dreijährige Hundedame, die ursprünglich aus... mehr

Warum schnappt mein Hund nach Kindern

Ich habe seit 3 Monaten ein kangal Schäferhund Mix. Sie kommt aus... mehr

Aggressiv beim streicheln

Hallo, mein Hund (6 Monate - Schäfermix) knurrt mich des Öfteren... mehr

Bitte hier einloggen, um auf die Frage zu antworten.