Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Mein Hund kläfft öse alle Leute beim Gassigehen an, auch ohne Leine.

  Hessen
tibor schrieb am 20.07.2014   Hessen
Angaben zum Hund: Puli- Mischling, männlich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Mein Puli-Mischling, ca. 2 1/2 Jahre, aus Ungarn (Tierschutz) kläfft beim Gassigehen ziemlich wahllos Leute an. Unterhalten kann ich mich mit niemanden, er hört nicht auf zu bellen. Kann auch mal sein, dass er zu den Leuten läuft und diese zwicken will (glaube, dass er das will, habe ihn natürlich nicht gelassen... :-) ). Habe den Eindruck, dass er so mit Angst umgeht, nach dem Motto Angriff ist besser als Verteidigung. Auch am Bahnübergang kläfft er ständig.
Er ist bereits mein 4. Hund, Erfahrung hätte ich also eigentlich genug. Er lässt sich in solchen Situationen auch nicht beruhigen, wenn ich ihn dann anfasse, schnappt er schon mal nach mir.

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Antworten(5)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 20.07.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (4)

    Hallo Tibor, bitte beginnen Sie, Ihrem Hund alle eigenen Entscheidungen bis auf weiteres abzunehmen! Es sind nicht Ihre Erfahrungen, denn jeder Hund ist anders, die Ihnen helfen, sondern Ihre richtige Annahme, dass er so mit seiner Furcht umgeht. Vorläufig bekommt er von Ihnen keine Hilfe. Er knappt sogar nach Ihnen, weil er nicht gelernt hat, Sie als Schutz ernst nehmen zu können.
    In allen Strukturen gibt es Beschützer: Familie, Schule, Beruf - es sollte jemand da sein für uns, der uns den Weg weist. Sie sind das für Ihren Hund - also:
    Nehmen Sie ihn an die Leine, HINTER Ihre Füße und gehen Sie an allen Situationen in einem Bogen vorbei. Er trifft vorläufig keinen eigenen Entscheidungen mehr. Üben Sie an der 5-m-Leine (nicht Auszieh-Leine!!!) den Rückruf, füttern Sie nur noch aus der Hand, nichts mehr in den Napf. Lassen Sie ihn sein Futter verdienen. Prägen Sie ihn (zurück) auf sich,
    bringen Sie ihn durch Spiel dazu, dass er nach Ihnen schaut. Nehmen Sie ihn am Bahnübergang an ihre andere Körperseite und kurz, zeigen Sie ihm an Ihrer Seite alles,
    was ihm Furcht einflößt. DAs Bellen ist die Aufforderung an Sie etwas zu tun.
    Schauen Sie in meine Bücher, da finden Sie alles, was Sie brauchen - für Innen- und für Außenverhältnis - genau erklärt und mit vielen Bildern.
    In einem Vierteljahr werden Sie ein Team sein,
    bitte halten Sie mich auf dem Laufenden
    herzliche Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • tibor
    tibor
    schrieb am 21.07.2014

    Hallo Fr. Büttnrt-Vogt,
    vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Gerne werde ich versuchen, Ihre Tipps umzusetzen. Nur das Füttern aus der Hand finde ich ein wenig seltsam, da bin ich von anderen Trainern immer vor gewarnt worden, nach dem Motto: er frißt sonst nicht mehr aus dem Napf. Das werde ich erst ausprobieren, wenn Sie mir dazu nochmal ein Feedback gegeben haben ;-) .

    Liebe Grüße aus dem schönen Rheingau
    Ilka Brien mit Tibor

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 22.07.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Frau Brien,
    denken Sie an uns: Für ein gutes Gehalt und ein Lob vom Chef arbeiten wir lieber. Deshlab füttern Sie aus der Hand, wenn Sie wollen 2/3, 1/3 in den Napf. Wenn Sie wie oben beschrieben, das Vertrauen Ihres Hundes ganz gewonnen haben, brauchen Sie das Futter aus der Hand nicht mehr - dann arbeitet der Hund für und schwärmt Sie an, weil Sie soooo
    toll sind - Ehrenwau!
    Viele Grüße in den Rheingau, wo wir oft sind,
    Inge Büttner-Vogt

  • tibor
    tibor
    schrieb am 22.07.2014

    Hallo Frau Büttner-Vogt,
    Ihr Wort in Tibors Ohr :-) . Ich werde es versuchen.

    Einige Versuche, Tibor draußen "aus der Schusslinie" zu nehmen, scheitern noch an seiner Kraft und Schnelligkeit, aber wir arbeiten daran. Gerne berichte ich Ihnen über unsere Fortschritte.

    Liebe Grüße
    Ilka Brien + Tibor

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 23.07.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo Frau Brien,
    werden Sie stur, werden Sie vorausschauend, seien immer einen Tick schneller als der Hund, wenn man es einmal paar Mal geschafft hat, ist es ein irres Gefühl - meistens schauen wir viel zu lange in die Richtung des Ereignisses, ehe wir was tun - beobachten Sie sich, der Hund wird super - Ehrenwau - und schauen Sie in meine Bücher, Sie werden Ihnen gefallen.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt
    www.hundimedia.de

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