Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Mein Hund bellt und knurrt andere Hunde und Personen an...

don schrieb am 24.08.2014
Angaben zum Hund: Mischlingshund aus Indien, männlich, kastriert, Alter über 5 Jahre

Meinen Hund Don habe ich seit mittlerweile 5 Jahren. Ich habe damals in Indien gelebt und habe den Hund auf der Strasse gefunden als er ca. 4 Wochen alt war. Da in Indien mit Tier und Mensch nicht besonders gut umgegangen wird habe ich den Hund mit nach Hause genommen und dort aufgepäppelt. Zu dieser Zeit hatte ich bereits eine Hündin (Daisy) 1,5 Jahre alt. Daisy hat Don von Anfang an nicht akzeptiert und ihn immer wieder gezwickt und angebellt. Daisy war im Gunde wie eine "Mutter" für Don, somit hat Don von ihr gelernt jeden der dem Grundstück oder mir zu nahe kommt anzubellen oder zu knurren. Ca. 3 Monate später kam eine weitere Hündin (Luzy) dazu die Daisy ebenfalls nicht akzeptiert hat. Luzy wurde mir damals über den Zaun ins Grundstück geworfen. Sie war damals ca. 4 Monate alt (wie Don). Don und Luzy haben sich von Anfang an verstanden. Als Don 2 Jahre alt war fand ich eine weitere Hündin (Zippi) ca. 3 Wochen alt. Auch Zipp habe ich bei mir aufgenommen. Don und Luzy haben seit Ihrem Eintritt die "Elternschaft" übernommen, auch hier gab es keine Probleme. Daisy musste ich leider im Alter von ca. 2,5 - 3 Jahren einschläfern lassen da sie sehr viele Leute inkl. mich gebissen hat. Zippi ist im Alter von ca. 2 Jahren urplötzlich verstorben. Danach habe ich einen 1,5 Jährigen Rüden (Rex) am Strand gefunden den ich ebenfalls zu mir genommen habe. Luzy ist mir Rex gut ausgekommen aber Don hat zu der Zeit angefangen Rex anzubellen oder anzuknurren wenn ihm etwas nicht gepasst hat. Don wollte hier gegenüber Rex seine Dominanz zeigen. Dieses Jahr bin ich (nach 10 jährigem Indien Aufenthalt) nach Deutschland zurück gekommen und konnte leider nur Don mit nach Deutschland nehmen. Seit ich mit Don in Deutschland bin ist es generell so, dass Don jeden der mir zunahe kommt anknurrt oder anbellt. (meist nur bei den ersten Malen, sobald er wie z.B. meine Tochter öfter sieht oder kennt hört das auf und er freut sich mit Schwanzwedeln und Winseln wenn sie kommt.) Im Umgang mit anderen Hunden ist es wie folgt: Wir gehen angeleint oder auch ohne Leine spazieren (Verhalten ist sowohl angeleint als umangeleint das Gleiche) und sobald ein Hund in der Nähe ist stellt Don seine Nackenhaare auf, hechelt schnell und fängt dann sofort an zu knurren, manchmal die Zähne zu fletschen und hört erst wieder auf sobald der Hund vorbei ist oder wir schnell vorbeigelaufen sind. Dieses "knurren" hatte er auch immer wenn er mit Lucy oder Rex gespielt hat. auch da hat er während dem Spielen immer geknurrt. Zudem ist es so, dass Don fast den ganzen Tag hindurch immer wieder "grundlos" winselt und ich nicht weiss was er möchte, gehen wir dann spazieren will er auf dem halben Weg umkehren, schmuse ich mit ihm winselt er trotzdem... Ich bin momentan mit meinem Latein am Ende und hoffe das mir die Hundetrainer-Sprechstunde helfen kann. Vll können Sie mir auch einen Kontakt nennen der im Raum Augsburg tätig ist mit dem ich mich bezüglich meinem "Problem" in Verbindung setzten kann. Vielen lieben Dank im Voraus! Viele Grüße Renate

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 25.08.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (4)

    Hallo Renate,
    ein spannender Bericht! wenn ich es richtig verstehe, haben Sie nie eingegriffen, nie beschützt oder geführt, Sie haben die Hunde alles selbst regeln lassen. Das können Hunde nicht und werden auffällig, weil sie von uns geführt und beschützt werden wollen.Hunde verhalten sich so, wenn sie uns nicht zutrauen, eine Situation (anderer Hund) zu meistern. Sie wollen das Ereignis wegbellen, wegknurren.

    Normalerweise ist das eine Einzelstunde bei mir, die sich nur mit unserer Körpersprache beschäftigt, weil hier das Problem liegt. Man muss es fühlen sehen und erkennen, es zu beschreiben, ist fast unmöglich, weil das Erkennen der eigenen Verhaltensweise sich sofort auf den Hund spiegelt – und dann hat er weder Grund aggressiv zu sein, noch zu ziehen.

    Bei mir gibt es viele Möglichkeiten der Hundebegegnung: Am Rand stehen und mit einem Leckerchen ablenken, aber das ist nur der allererste Schritt.
    Dann kommt das L für immer weg. „Vorbeikeksen“ ist bei mir streng verboten. Dann gibt es den Handwechsel und den Richtungswechsel – alle haben den Sinn, den Hund aktiv zu führen, um ihm alle Entscheidungen an der Leine abzunehmen. Auf jeden Fall ist immer mein Körper dazwischen, wenn ich an einem Hund vorbeigehe.
    Gehen Sie nie auf einen anderen Hund zu, sondern machen Sie Bogen und Kreise, um Ihrem Hund zu zeigen, dass Sie ihn beschützen und führen können. Nehmen Sie ihm alle Entscheidungen ab! Er sollte nichts mehr zu erledigen haben! Wenn er gelernt hat, Ihnen zu vertrauen, wird er sich an Ihnen orientieren und hat keinen Grund mehr für Aggression,
    Schauen Sie auch auf meiner Homepage www.hundimedia.de nach meinen Büchern und meinem Film, da bekommen Sie viele Tipps, um den Hund besser führen zu können.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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