Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Mein Hund bellt sowohl fremde als auch bekannte Kinder an.

  Baden-Württemberg
Lasso schrieb am 29.02.2016   Baden-Württemberg
Angaben zum Hund: Schäferhündin, weiblich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Wir haben unsere Halley nun seit 4 Wochen. Sie ist etwas älter als ein Jahr und kastriert.
Sie hat sich bei uns sehr gut eingewöhnt und hört auch schon sehr gut. Leider kommt es nun immer mehr dazu, dass Sie fremde, aber auch unsere Kinder anbellt. Meines Erachtens erkennt sie die Kinder nicht, trotz sprechen und beschwichtigenden Gesten (kleiner machen) bellt sie weiter. Die Situation entspannt sich, wenn meine Frau oder ich zu den Kindern gehen. Dann kommt sie ebenfalls und alles ist soweit gut.
Wenn die Kinder jedoch alleine nach Hause kommen, hat sie das bellen nicht gestoppt.
Welche Maßnahmen empfehlen Sie uns?
Wir haben ihr schon deutlich das Kläffen untersagt (Nein!) und auch schon den Mund zugehalten. Wir versuchen stets mit Leckerchen eine Gewöhnung zu erreichen. Halley hört auch auf die Kinder (Hier, Sitz, Platz, ...) und der Sohn gibt ihr das Essen. Leider hat alles noch nicht so funktioniert.
Sie hat sich auch schon die ganze Zeit in einem Raum mit den Personen bewegt und dann sitzt eine Person einzeln und sie fängt an, die Person anzubellen.

Wir wollen nichts falsch machen und suchen deshalb nach dem richtigen Umgang mit ihr in solchen Situationen.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichem Gruß
A.Walter

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Antworten(5)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 29.02.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Herr Walter,
    das "Nein" wird in der Hundehaltung sehr überstrapaziert und wirkt so wenig. Meistens regt es den Hund noch mehr auf, weil er nie gelernt hat, was dieses Wort bedeutet. Besser ist es immer zu handeln. Aber bitte nicht dem Hund das Maul zuuhalten, auch damit erreicht man fast immer das Gegenteil weil der Hund nicht weiß, was das soll.
    Bellt Ihre Halley Kinder nur an, wenn sie angeleint ist oder auch im Freilauf? Oft liegt es nämlich an der Leinenführung, besser gesagt der fehlenden Führung. Wenn der Hund sein Herrchen führt, muss er auch regeln.
    Bieten Sie der Hündin eine Alternative an. Üben Sie zuhause z. B. mit ihr, an eine festen Platz zu gehen und dort zu bleiben, bis Sie ihr erlauben, aufzustehen. Bleiben Sie dabei am Anfang neben dem Korb oder der Decke stehen. Wenn Ihr Hund den Platz verlassen will, bringen Sie ihn kommentarlos wieder hin. Wenn er dort bleibt, geben Sie ihm ein Leckerchen. Dann entfernen Sie sich immer weiter von dem Platz, gehen zurück und geben ein Leckerchen.
    Nur mit Leckerchen versuchen, den Hund abzulenken ist übrigens keine Alternative sondern zeigt dem Hund nur, dass der Mensch hilflos ist und er ihn nicht ernst nehmen kann.

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Lasso
    Lasso
    schrieb am 03.03.2016

    Vielen Dank für die Nachricht. Nein, sie geht selten an der Leine und zieht auch nicht besonders.
    Wir haben versucht, insbesondere wenn Besuch kommt, sie in "sicherer" Entfernung sitzen und warten zu lassen, bis wir sie zu uns rufen. Außerdem hört das Bellen auf, wenn wir uns zwischen sie und die Person stellen. Somit scheint es einfach auch Verunsicherung und etwas Angst zu sein. Der Tipp mit der Verantwortung, die wir deutlich für sie übernehmen sollen, war gut. Damit haben wir jetzt ganz gute Erfolge erzielt. Haben sie weitere Vorschläge dazu?
    Was schlagen Sie langfristig vor, um die Beziehung zwischen den Kindern und dem Hund zu festigen? Halley ist gegenwärtig noch sehr stark auf meine Frau und mich fixiert.

    Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

    Mit freundlichem Gruß
    A. Walter

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 04.03.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Herr Walter,
    wenn Sie sich zwischen die Person und Halley stellen, zeigen Sie ihr deutlich, dass Sie alles im Griff haben und die Hündin sich nicht kümmern muss. Auch, wenn Sie zu den Kindern hingehen, zeigt das, alles ist ok uns sie kann sich beruhigen.
    Wie alt sind die Kinder? Wie reagieren sie, wenn Halley so bellt?

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Lasso
    Lasso
    schrieb am 06.03.2016

    Hallo Frau Mayer,
    es dreht sich nun insbesondere um unseren 9-jähringen Sohn. Aber auch andere Kinder von 4-12 bellt sie an. Sie kennt unseren Sohn und immer wieder ist sie total verunsichert und bellt oder knurrt ihn an. Das ist natürlich für ihn gar nicht dolle.
    Wir haben ihr das Bellen mit ruhiger Art untersagt ("nein"). Wir haben sie auf Distanz gehalten und sind zuerst zu dem Kind.
    Da die Kinder sehr schnell sehr verunsichert sind und sie sich nicht beruhigt, bin ich mittlerweile etwas strenger vorgegangen und danach gleich zum Kind und hab sie dann zu mir geholt und wenn sie nicht mehr bellte, hab ich sie doll gelobt.
    Für unseren Sohn ist es einfach total blöd, den mittlerweile ist er total verunsichert. Mal leckt sie ihn, mal erkennt sie in nicht wieder und bellt ihn dauernd an.

    Meine Idee war, dass unser Sohn jeden Tag etwas mit ihr "Hier, Sitz, Platz, ..." mit Leckerchen übt. Was sind Ihre Ideen?

    Vielen Dank.
    Mit freundlichen Grüßen
    A.Walter

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 07.03.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Herr Walter,
    wie gesagt, lassen Sie das "Nein" mal weg. Halten Sie sie auch nicht fest sondern bieten Sie ihr eine Alternative, wie an einen festen Platz schicken und erst nach Erlaubnis wieder verlassen. Üben Sie das aber zuerst ohne Kinder. Dass Ihr Sohn mit der Kleinen übt, ist eine gute Idee.

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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