Mein Hund bellt jeden an, was kann ich tun?

  
tigred schrieb am 22.05.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,
seit 1 Woche haben wir einen fast 1 jährigen Mischlingshund aus Ungarn. Er kam mit einer Tierschutzorganisation nach Deutschland. Der Hund bellt jeden an. Das ist natürlich nicht schön, wenn wir mit ihm Gassi gehen. Heute mussten wir mit ihm zum Tierarzt. Auch dort bellte er wie verrückt und musste vom Tierarzt einen Maulkorb an bekommen. Auch mit Maulkorb hat er nur gebellt und geknurrt. Als wir dann die Praxis verlassen wollten, hätte er fast noch die Sprechstundenhilfe gebissen, die sich von ihm verabschieden wollte. Das war uns sehr unangenehm. Was sollen wir tun?


Leider bekommen wir momentan auch keinen Platz in einer Hundeschule, weil alle überfüllt sind. In der Wohnung ist er lieb und bellt auch nicht. Was uns stört ist, dass wir nicht in Ruhe essen können. Er läuft uns immer hinterher und wenn wir am Tisch sitzen, ist er sofort da und will auch was haben. Er bekommt aber nichts vom Tisch. Es ist auch egal ob er vorher sein Fressen bekommen hat. Einmal hat er sogar was vom Tisch runtergeholt. Das ging so schnell, dass wir gar nicht mehr reagieren konnten. Unser neues Familienmitglied muss halt alles erst lernen, das wissen wir. Aber er soll halt nicht jeden anbellen und auch niemanden beißen.
Können Sie uns einen Rat geben, was wir machen können? Vielen Dank im Voraus.

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 25.05.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    auch wenn der Hund erst eine Woche bei Ihnen ist, ist es wichtig, ihm jetzt schon Grenzen aufzuzeigen. Sehr wichtig ist vor allem, sich nicht von dem Hund "trainieren" zu lassen, z. B. wenn er gestreichelt werden oder spielen will. SIE bestimmen und entscheiden, NIE der Hund. Fordert er was von Ihnen ignorieren Sie es kommentarlos, gehen weg. JEDESMAL.
    Lassen Sie nicht zu, dass er Sie in der Wohnung verfolgt, schließen Sie immer die Türen hinter sich.
    Üben Sie mit dem Hund, auf Kommando an einen festen Platz zu gehen und dort zu bleiben, bis Sie das Kommando wieder auflösen. Bleiben Sie dabei am Anfang neben dem Korb oder der Decke stehen. Wenn Ihr Hund den Platz verlassen will, bringen Sie ihn kommentarlos wieder hin. Wenn er dort bleibt, geben Sie ihm ein Leckerchen. Dann entfernen Sie sich immer weiter von dem Platz, gehen zurück und geben ein Leckerchen.
    Wenn das funktioniert können Sie ihn jederzeit auf seinen Platz schicken, auch, während Sie essen.
    Wenn er jeden anbellt bedeutet das, das er nicht geführt wird und er deshalb das Gefühl hat, alles selbst regeln zu müssen. Deshalb ist es sehr wichtig, an der Leinenführigkeit zu arbeiten. Wenn Sie an anderen Hunden oder Menschen vorbeigehen, versuchen Sie Ruhe auszustrahlen d. h. nicht reden, nicht schimpfen und nicht die Leine krampfhaft kürzer halten. Das alles veranlasst Ihren Hund nämlich, sich noch mehr aufzuregen.
    Üben Sie aber vor allem die Leinenführigkeit. Lassen Sie sich NIE von Ihrem Hund wohin ziehen, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder Bekannte begrüßen will. Wenn er zieht, bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist, oder Sie drehen um und gehen in eine andere Richtung. Wichtig hierbei ist, nach vorne zu schauen, nicht nach dem Hund und auch hier nicht zu reden oder zu schimpfen.
    Überhaupt sollte man, gerade mit einem neuen Hund, nicht zu viel reden. Das verunsichert die meisten Hunde nur denn sie verstehen nicht, was wir sagen, regen sich deshalb nur auf.
    Für weitere Fragen kontaktieren Sie mich gerne über meine Website oder telefonisch.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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