Hund hasst Nachbarin

Aggressivität ❯ Gegenüber Menschen
Elisabeth schrieb am 20.02.2017
Hallo,
ich habe seit vier Jahren einen, jetzt 5 Jahre alten, ehemaligen rumänischen Strassenhund.
Jetzt hat eine Nachbarn, ohne mich zu fragen, sich zu ihm runtergebeugt und seinen Kopf in ihre Hände genommen, wobei mein Rony total aggressiv wurde, er hat allerdings weder geschnappt noch gebissen. Seitdem hasst er diese Frau aus ganzem Herzen und verbellt auch andere jetzt im Treppenhaus.
Was kann ich tun?
Grundgehorsam ist vorhanden, er hat auch die Leinenbefreiung.
Vielen Dank im voraus!
4 Antworten
Ellen Mayer | Hundetrainer/in
schrieb am 24.02.2017
Hallo Lisa,
Hunde hassen niemanden. Viel wahrscheinlicher ist es, dass er Angst vor der Frau hat, was verständlich wäre. Bitte beschützen Sie Rony und zeigen ihm das auch, indem Sie ihn führen und nicht zulassen, dass Fremde in anfassen, wenn er das nicht will.
Oft reagieren Hunde auch auf unser Verhalten weswegen es hilfreich wäre, zu wissen, wie Sie in den Situationen reagieren.

Auf Ihre Antwort freut sich
Ellen Mayer
www.lesloups.de
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Elisabeth | Fragesteller/in
schrieb am 24.02.2017
Seit dem Vorfall gehe ich schon angespannter durchs Treppenhaus.
Wenn er andere verbellt, schimpfe ich mit ihm und sage "aus", was aber leider noch nicht geholfen hat.
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Elisabeth | Fragesteller/in
schrieb am 24.02.2017
Hinzu kommt noch, dass mich der Erwachsene Sohn im Treppenhaus angepöbelt hat. Da habe ich nicht darauf reagiert sondern bin weiter gegangen mit dem bellenden Hund.
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Ellen Mayer | Hundetrainer/in
schrieb am 24.02.2017
Mit schimpfen oder "Aus", "Nein" oder ähnliches erreichen Sie das Gegenteil weil der Hund es nicht versteht. Er meint, Frauchen bellt mit und steigert sich nur noch mehr rein.
Das Problem liegt wahrscheinlich, wie in den meisten Fällen, an der fehlenden Leinenführigkeit. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund immer hinter oder neben Ihnen an lockerer Leine geht. Dann führen nämlich Sie und der Hund muss nicht regeln wenn z. B. Leute entgegenkommen.
Wenn Sie an Menschen vorbeigehen, versuchen Sie Ruhe auszustrahlen d. h. nicht reden, nicht schimpfen und nicht die Leine krampfhaft kürzer halten. Das alles veranlasst Ihren Hund nämlich, sich noch mehr aufzuregen.
Üben Sie aber vor allem die Leinenführigkeit. Lassen Sie sich NIE von Ihrem Hund wohin ziehen, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder Bekannte begrüßen will. Wenn er zieht, bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist, oder Sie drehen um und gehen in eine andere Richtung.

Viel Erfolg..
Ellen Mayer
www.lesloups.de
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