Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

hund bellt ständig andere menschen an

  Baden-Württemberg
Schlitzohr147 schrieb am 26.07.2015   Baden-Württemberg
Angaben zum Hund: Chihuahua Mischling , männlich, kastriert, Alter über 5 Jahre

Mein Hund bellt jedesmal andere Leute an wenn sie an ihm vorbei wollen. Oder er bellt schon wie verrückt wenn er sie nur sieht auch wenn die 10 Meter entfernt sind. Er wird soooo agresiv das er sich von mir nicht beruhigen lässt. Hat aber bis jetzt nie versucht zu beißen. Aber das bellen wirkt so als würde er gleich zu schnappen. Er muss auch immer an der Leine laufen weil er sonst dem jenigen bellend hinter her rennt und so in seinem Element ist das er alles um ihn vergisst auch meine rufe. Unser Garten ist umzäunt und er bellt auch da jedesmal die Leute an. Am meisten sind es Männer. Kinder und Babys macht er kein ton. Andere Hunde mag er total und lässt sich auch beschnuppern und die Menschen die mit den Hunden sind ignoriert er weil der andere Hund dann wichtiger ist. Doch sobald ohne Hund dann fühlt er sich irgendwie immer angegriffen

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 01.08.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    Ihr Hund ist sehr unsicher und weiß nicht, wie er sich verhalten soll. Helfen Sie ihm! Er ist wie ein Kind, was lieber zuschlägt - mal auf alle Fälle....
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Ihr Hund ist unsicher und beißt/bellt alles weg – das ist seine Strategie, weil er Ihnen nicht zutraut, mit der Situation klar zu kommen.
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen ohne etwas zu tun, reagieren Sie sofort, vor dem Hund, wenn es geht, das schafft Vertrauen.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Bücher „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.
    Zum Garten: Bellen am Zaun
    fast alle Hunde, die man allein in den Garten lässt, verbellen Ereignisse am Zaun, buddeln Löcher. Sie langweilen sich zu Tode. Aber es macht Spaß zu bellen und immer Erfolg zu haben, wenn das "Ereignis" weiter geht . Man kann es nicht trainieren, weil es ohne Sie stattfindet.
    Besser wäre es , wenn Sie mit ihm in den Gartengehen und ein Spielchen machen. , Holen Sie sich jede Menge Anregungen aus meinen Büchern.
    Spielen Sie eine halbe Stunde, dann schläft der Hund zufrieden zu Ihren Füßen und muss niemanden mehr verbellen,
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt



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