Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Bully wird agressiv wenn es ums essen geht

Rollinlow schrieb am 18.01.2015
Angaben zum Hund: Franzoesische bulldogge, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo,
Mein bully ist 13 monate alt allerdings habe ich ihn erst mit 9 monaten von einer netten familie mit kindern uebernommen.
Er lernt sehr schnell und ist eigentlich sehr ruhig fuer sein alter. Wie gehen regelmaessig mit ihm raus und verschwn ihn auch so gut es geht zu fordern.

Wenn man ihm futter hinstellt postiert er sich sitzend vor der futterschale ud wartet auf mein zeichen das er anfangen darf zu essen.
Mit einem nein kann ich das auch jederzeit unterbrechen
Ich kann auch ebenfalls in sein napf fassen ohne probleme
Versuche ich ihn aber - vor dem befehl zu essen - mir vor der schale platz zu schaffen und ihn davon wegzubringen faengt er direkt an zu beissen und wird sehr agressiv. Allerdings nur solange wie man gegen ihn drueckt wenn man stehen bleibt wartet er einfach.

Habe ihn dann daraufhin immer wieder auf die seite gelegt und ihn beruhigt - ist er dann ruhig gehts auf ein neues los

Gruss

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Antworten(4)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 18.01.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    warum machen Sie das? Bestimmt haben Sie einmal gehört, dass man dem Hund alles wegnehmen können muss. Bitte lassen Sie Ihren Hund in Ruhe essen. Stellen Sie sich vor, Sie haben auf alle am Tisch gewartet, wollen anfangen in Ruhe zu essen und ständig nimmt Ihnen jemand Ihr Schnitzel weg.
    Für den armen Hund ist es ein Kampf um die Schüssel, bedeutet Stress und hat nichts mit der wichtigen Nahrungsaufnahme zu tun. Es hat keinerlei erzieherische Wirkung sondern bedeutet Ihnen gegenüber einen schweren Vertrauensverlust.
    Warten auf ein Signal ist ok. Alles andere machen Sie bitte nicht, sonst wird Ihr Hund mit Sicherheit Stresssymptome zeigen. Was Sie machen können ist, wenn er frißt, vorbei gehen, etwas sehr Leckeres HINZUFÜGEN und weitergehen - das schafft Vertrauen.
    Auf draußen übertragbar ist es sowieso nicht, das muss extra trainiert werden, dass er draußen Unrat sofort auf Signal fallen läßt.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • Rollinlow
    Rollinlow
    schrieb am 18.01.2015

    Hallo
    Ich gehe ja nicht waehrend dem essen dazwischen sondern beanspruche eben meinen raum
    Als rudelfuehrer gehoert in erster linie alles mir oder nicht.
    Ich kann ja auch nicht mein essen auf den boden stellen und er macht sich dann drueber her.
    Wenn ich etwas auf den bodenstelle ist es solange meins bis er von mir signalisiert bekommt ok du darfst dran

    Ist ja bei hunden untereinander nicht anderst der rudelfuehrer beansprucht in erster linie das fressen fuer sich und wenn die rangordnung klar ist versucht auch keiner das fressen wegzuschnappen oder nicht

  • Andrea Winter
    Andrea Winter (Hundetrainer)
    schrieb am 19.01.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Aber Ihren Raum beansprucht haben Sie ja schon, indem er auf ein Signal warten muss.
    Ich gebe meiner Vorrednerin recht. Wenn Sie den Hund beim Fressen stören, würde ich dafür auch etwas hinzugeben (und zwar etwas richtig Gutes). Zeigen Sie Ihrem Hund, dass es nicht darum geht, ihm etwas streitig zu machen. Wenn Sie Einfluss auf das Fressen Ihres Hunde nehmen wollen, dann geben Sie es aus der Hand und nicht aus dem Napf. Es ist natürlich wichtig, Ihrem Hund etwas wegnehmen zu können, dafür muss er aber erstmal Vertrauen zu Ihnen haben. Ich denke nicht, dass man einem Hund dafür ständig den Napf oder den Platz um den Napf streitig machen sollte. Gewöhnen Sie den Hund daran, dass Sie in der Nähe des Napfes sind, indem Sie im gleichen Raum sind und ihm hin und wieder noch etwas zusätzlich in den Napf oder knapp daneben werfen. Wenn das problemlos möglich ist, greifen Sie an den Napf und dafür bekommt er auch noch zusätzlich etwas. Wenn die Problematik besteht, bevor er am Napf ist, sorgen Sie dafür, dass er in weiterem Abstand wartet, bis Sie das Essen freigeben.

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 19.01.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    schön, dass wir uns einig sind. Bitte lassen Sie den Kampf ums Futter. Bitte legen Sie ihn nicht auf die Seite - das ist alles völlig veraltet!
    Beim Rudelführer unterliegen Sie einem Irrtum. Hierzu empfehle ich die Bücher von Günter Bloch und seinen Beobachtungen bei den Wölfen. Ein überlegener Chef (auch in unserem Sozialsystem) braucht sich nicht zu streiten, er sieht zu, dass alle satt werden und keiner einem anderen etwas wegschnappt. Sie führen mit Ihrem Hund einen Kampf um die Rangordnung. Mein Rüde Shadow braucht nur einen Blick zu werfen, er muss nie aggressiv werden - bei uns in der gemischten sozialen Gruppe herrscht eine gelassene Ordnung, in der keiner zu kurz kommt. Wie er sich verhalten soll, "holt" er mit einem Blick bei mir ab.
    Bitte gewinnen Sie erst einmal Vertrauen zurück - wie man das macht, ist eine andere Geschichte. Haben Sie das Vertrrauen des Hundes, gibt es keinen Rangordnungskampf mehr sondern ein wunderbares Miteinander.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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