Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Bellen

  Hessen
Indira schrieb am 14.11.2016   Hessen
Angaben zum Hund: Mischling aus dem Tierschutz Kroatien, weiblich, kastriert, Alter 1-3 Jahre

unsere Sunny Mischling mit Dackel und Herdenschutzgene 20 Monate alt, 19 kg schwer bellt Leute mit schwarzer Kleidung und Kapuzen ziemlich heftig an. (man traut sich das gar nicht mehr zu sagen, aber hauptsächlich bei unseren ausländigen Mitbürgern)

Wir können sie nicht von der Leine lassen, weil wir nicht einschätzen können wie sie reagieren würde.
Sie ist ansonsten eine ganz liebe Kuschelmaus.
Wie können wir das ändern.

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Antworten(3)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 14.11.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Abend,
    leider schreiben Sie nicht wie lange Ihre fast 2 Jahre alte Hündin schon bei IHnen ist.
    Es wäre wichtig zu wissen, was Sie bereits unternommen haben - es muss ja ein Trauma aus ihrer Kindheit sein.
    Haben Sie sie an einer Ausziehleine?
    Wieso kann sie überhaupt nahe an eine solche Person kommen, Sie wissen, dass Sie
    bellt?
    Haben Sie sie schon, wenn sie einen Kapuzenmann sieht, zurückgenommen und beschützt?
    Wenn Sie sie von der Leine lassen, wenn sie den Mann gesehen hat, würde sie ihn entweder anbellen oder weglaufen.
    Haben Sie einen Bekannten, der sich verkleiden kann. Sie will gerade bellen, der Mensch legt seine Kapuze ab, gibt sich zu erkennen und gibt ihr ein Stück Fleischwurst.
    Dies ist keine Antwort, sondern zuerst einmal ein "Vorgespräch" um mehr zu erfahren,
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • Indira
    Indira
    schrieb am 14.11.2016

    Sunny ist schon im Juli 2015 im Alter von 4 Monaten zu uns gekommen. Da wir nicht immer zu Hause sind (Dauercamper und im Winter in Spanien) ist uns das noch nie aufgefallen. Erst jetzt. Ja,, wir haben eine Ausziehleine, die wir immer kurz machen wenn uns jemand entgegenkommt.
    Wir wohnen in einer Gegend mit sehr hohem Ausländer Anteil, da kommen die Personen auf dem Gehweg ziemlich nahe an uns vorbei.
    Ich dachte dass sie vieleicht die Angst riecht oder merkt, die die Menschen haben.
    Sie ist in keinsterweise aggresiv. Jeder darf sie streicheln, nur bei den Personen die ich beschrieben habe.
    wir haben noch drei kleine Chihuahuas, die sich mit ihr sehr gut verstehen. Und noch eine Katze die von ihr abgeschleckt wird. Also sehr sozial. Eine ganz tolle Harmonie mit den fünf
    Vieleicht will sie sie beschützen.
    Ich hab solche Angst, dass sie mal an den falschen kommt.
    lg Rosemarie Merz

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 15.11.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Tag,
    im Prinzip haben Sie schon viel geschafft. Wir reden auch nicht von Aggressivität, sondern von Unsicherheit. Nein, ich denke nicht, dass sie die Angst riecht. Dies könnte die Lösung sein:
    Nehmen Sie bitte keine Ausziehleine!
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“, wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klar zu kommen.
    Bauen Sie Vertrauen auf:
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der Leine HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Bücher „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.
    Partner: Hundewelt, siehe meine Artikel
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt


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