Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Aggressives Verhalten gegen jeden Unbekannten

  Brandenburg
lena schrieb am 09.11.2014   Brandenburg
Angaben zum Hund: Chihuahua, männlich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Mein Hund bellt jeden unbekannten Menschen und jedes Tier an. Wenn die Besucher ihn ansprechen, wird das Bellen noch intensiver. Unter Umständen beißt er diese auch.

Wie verhalte ich mich in diesen Momenten?

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Antworten(3)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 11.11.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo,
    beschützen Sie Ihren Hund und "sagen" Sie ihm, dass Sie Besuch haben:
    Nehmen Sie ihn an die Leine, HINTER Ihren Körper, da bleibt er, bis der Besuch sitzt.
    Wichtig ist, dass Sie Ihrem Hund zeigen, dass er nichts zu erledigen hat.
    Wenn Sie stur bleiben und ihn an der Leine lassen, hat er nichts zu erledigen und bleibt von Anfang an ruhig.

    Bestellen Sie sich einen Klingler. Ihr Hund bellt, Sie rufen sie von der Tür weg und nehmen sie an die Leine HINTER!!! Ihre Füße, sonst klappt es nicht. Sie halten Sie die ganze Zeit abgeschirmt und zeigen ihr, dass Sie Besuch haben und die Situation im Griff. Der Besuch kommt rein, sie bleibt an der Leine - sie hat nichts mehr zu erledigen. Machen Sie es ein paar Mal hintereinander. Wichtig ist Ihre sichere Körpersprache: Mein Besuch, mein Gast, meine Wohnung!! Sie wissen schon...
    Draußen:
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Ihr Hund ist unsicher und beißt/bellt alles weg – das ist seine Strategie, damit er seine Ruhe hat.
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und Ihr Körper dazwischen - eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!))) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Schauen Sie auch auf meiner Homepage www.hundimedia.de nach meinen Büchern. Hier finden Sie jede Menge geistiges Training für einen spannenden Spaziergang ohne Bellerei oder Anspringen.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • lena
    lena
    schrieb am 14.11.2014

    Vielen Dank Frau Büttner-Voigt.
    Ich werde auch jeden Fall mit ihren Tipps üben.
    Ich sehe nur ein Problem und zwar ist mein Hund (trotzdem ich trotzdem mich führe) sehr aufgeregt wenn eine Person oder Tier kommt. Er bellt, springt an der Leine rum und will zu dem Gegenüber hinrennen. Leider bekomme ich ihn dann auch nicht beruhigt (ich bin wie Luft, nur die Leine hindert ihn daran, nicht los zu rennen)
    ich würde meinem Hund sehr gerne den Streß, den er sich selbst macht, abnehmen.
    Haben sie zu diesem Thema noch ein Tipp für mich?

    Ich bedanke mich im Vorraus.

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 15.11.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,
    Ihr Hund hat sich sehr lange aufgebaut, eigenen Entscheidungen getroffen und keine Hilfe bei seinem Verhalten bekommen. So wie wir bei einem Psychologen viele Sitzungen brauchen, wird Ihr Hund sehr lange Ihr Hilfe brauchen. Wenn er gelernt hat, dass er Ihnen vertrauen kann, er sich mit ruhigem Verhalten körperlich besser fühlt als mit Stress, haben Sie täglich mehr ERfolge. Halten Sie durch. Wenn Sie ihn zu früh von der Leine lassen, ist
    alles umsonst gewesen.
    Es ist ein langer Prozess, umdenken dauert so lange wie bei uns, haben Sie GEduld und schreiben Sie mir immer wieder - ich baue Sie auf ;-)))
    Wenn es nach einer Woche nicht besser ist, schreiben Sie mir,
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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