Woher kommt erst anschnüffeln, dann attackieren?

  
Elisabeth Rohlmann schrieb am 08.07.2022   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Mein Hund aus dem Tierheim ist unsicher gegenüber allem: Geräusche, Menschen. Ich habe Ihn jetzt 2 Jahre und er ist jetzt 3 Jahre alt.


Alle, die wir kennen, wundern sich wie gut er sich entwickelt hat. Er geht auf Menschen zu und auch auf andere Hunde, bislang immer freundlich. Plötzlich attackiert er andere Hunde nachdem sie sich beschnüffelt haben, einfach so. Und er ist auf den anderen Hund zu gegangen. Woran kann das liegen. Auch im Vorbeigehen bellt er sie an, aber nicht immer.


Liebe Grüße Elisabeth

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Antworten(3)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 12.07.2022
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Gute nAbend,
    Ihr Hund ist sehr unsicher.
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der kurzen Leine HINTER Ihren Füßen und an Ihrer zum Ereignis abgewandten Seite.
    Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns, wenn der Hund an dere Hunde anpampt. Ihr Hund muss eigene Entscheidungen treffen - auf andere Hunde zugehen, sich verteidigen. Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“ , wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klarzukommen.
    Geben Sie Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund nicht an und Sie vermeiden es, dass ein Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund oder eine Leinen-Begegnung gehen grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung und nehmen Sie den Blickkontakt heraus. Bleiben Sie in Bewegung und lassen Sie ihn nicht am Rand sitzen und beugen Sie sich nicht über ihn, das baut unnötig Stress auf.
    Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht/Unsicherheit ernstnehmen. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen Sie sie unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!!!!!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt
    www.hundimedia.de



  • Elisabeth Rohlmann
    Elisabeth Rohlmann
    schrieb am 13.07.2022

    Hallo, genau so wie sie es vorschlagen haben wir es gemacht als wir Ihn bekommen haben. Er hatte vor allem Angast und wurde so immer zutraulicher. Aber jetzt nach 2 Jahren fängt er an andere Hunde anzubellen beim vorbeigehen.Nicht alle aber auch welche wo er vorher schon mit gespielt hat. Und dann Tage später geht er an Ihnen vorbei als wäre nichts gewesen. Und Wenn ich ihn dann ermahne mit stopp wo er gut drauf hört setzt er sich neben mir ganz ruhig und wartet bis wir weiter gehen. Das ganze fing mit anbellen an und später dann mit richtiges zuschnappen aber erst anschnüffeln. Das ist komisch. Er will hin und dann wüterig werden.Glauben Sie dad auch Bachblüter gegen unsicherheit da helfen können? Die hat er zu anfang auch bekommen.und wodurch ist er unsicher er kennt doch diese Hündin?

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 15.07.2022
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Tag,
    das ist ein typischer Fall, den ich mir ansehen müsste. Es kann an Ihrer Körpersprache liegen, die Sie selbst schlecht kontrollieren können.
    Kann es sein, dass Sie in der Aufmerksamkeit nachgelassen haben?
    Lassen Sie die Leinenbegegnung zu? Halten Sie dabei die Leine stramm? Wenn er mit einem Hund KOntakt haben kann, drehen Sie sich kurz in die andere Richtung, leinen ihn ab, dann ist die "Wucht" der Begegnung abgefangen.
    Die Hündin könnte krank sein, Hunde riechen ein Molekül... es gibt sooo viele Möglichkeiten. Überprüfen Sie Ihre Körpersprache, Ihre Sicherheit bei der Begegnung, nehmen Sie das "alte" Verhalten wieder auf, und schauen Sie, ob es eine Verbesserung gibt...
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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