Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Was kann ich tun für mehr Akzeptanz anderer Hunde.

  Hessen
Cariba schrieb am 17.12.2015   Hessen
Angaben zum Hund: Rhodesian Ridgeback, weiblich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo, meine Hündin ist 3,5 Jahre alt u. reagiert anderen Hunden gegenüber im Freilauf u. an der Leine agressiv. Sie geht sofort in Angriff über wenn ihr der andere Hund zu nahe kommt. Sie geht aber auf sie zu u. sucht Kontakt. Dabei ist es egal ob Hündin oder Rüde. Einziger Unterschied macht die Größe. Kleine Hunde sind kein Problem. Ab ca. 40cm fängt es an u. wird schwierig. An der Leine legt sich das meistens wenn ich sie ins Sitz schicke u. wir ein wenig Abstand haben. Ich denke sie ist selbst sehr unsicher was den Umgang mit anderen Hunden angeht u. handelt nach dem Motto...Angriff ist die beste Verteidigung. Sie hat allerdings noch nie gebissen, läßt sich dann aber auch nicht mehr abrufen. Schlechte Erfahrungen hat sie aber m.W. nie gemacht. Einmal die Woche geht sie in die Spielstunde einer HuTa wo sie bisher mit den anderen Hunden kaum ein Problem hatte. Dort verhält sie sich eher passiv.
Ich bin mir sehr unsicher mit wem sie im Freilauf spielen u. wen sie attakieren wird.

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 18.12.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, Sozialpartner für ihren Hund sind in erster Linie sie. Andere Hunde können sein, müssen aber nicht. Wenn sie wissen, dass sie so reagiert, lassen sie sie nicht zu anderen Hunden hin. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie auf ein Gegenüber trifft, welcher ihr ernsthaften Schaden zufügt, da er sich das Benehmen ihres Hundes nicht bieten läßt.
    Vermeiden sie deshalb unnötige Hundekontakte. Für ihren Hund sind Hundebegegnungen mittlerweile richtiger Stress. Wenn sie einige Hunde haben, mit denen sie sich versteht und es keinen Stress gibt, reicht dies für sie als Sozialkontakt.
    Versuchen sie sie bei Hundebegegnungen abzulenken und auf sich zu konzentrieren. Wenn es nicht klappt wäre es gut, wenn sie die Distanz erhöhen, damit sie sich besser auf sie konzentrieren kann. Nehmen sie ein besonderes Spielzeug/ Leckerli mit, welches für sie sehr interessant ist.
    Übernehmen sie unbedingt die Führung draussen und bestimmen, was, wann, wo und wie geschieht. Fordern sie sie und vielleicht finden sie eine Beschäftigung, die sie beide zusammen machen können ( Mobility o.ä.) Dies fördert die Bindung, fördert ihr Selbstvertrauen und stärkt ihre Position.
    Ich würde ihnen weiterhin empfehlen sich an eine Hundeschule zu wenden, wo ihr Hund wieder lernt, dass andere Hunde keine Bedrohung für sie sind.
    Anfangs werden sie mit ihr kein großartiges Training machen können, sie soll nur lernen, dass auf eine bestimmte Distanz Hunde okay sind. Diese Distanz wird nach und nach verkürzt, dann darf sie mit einem, zwei, drei Hunden gemeinsam trainieren. Später in einer kleinen Gruppe, irgendwann wechseln auch die Hunde.
    Sie soll und muß nicht mit anderen Hunden spielen. Sozialpartner für ihren Hund sind sie. Sie soll aber lernen, dass sie ihnen vertrauen kann und andere Hunde auch ihren Weg kreuzen dürfen.
    Vielleicht ist sie mit der Spielstunde in der Huta auch überfordert. Sie nimmt sich zurück und läßt sich eventuell von anderen Hunden "unterkriegen". Dies wäre nicht förderlich für ihr Selbstbewußtsein, an diesem müssen sie unbedingt arbeiten. Aufbau von Vertrauen in ihre Führungsperson und Aufbau von Selbstvertrauen bei ihrer Hündin.
    Es wird ein langer Weg, der von ihnen viel Geduld erfordert und vor allem ein einfühlsames Training, welches den Hund nicht überfordert. Aber sie können das Problem lösen.
    Adressen für Hundetrainer finden sie z.B. auf den Seiten des BHV unter http://www.hundeschulen.de/

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

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