Verhalten beim Hundekontakt richtig so?

  
Chris2 schrieb am 27.12.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Meine Hündin aus dem Tierheim ist circa 6 Jahre alt. Vermutlich ist sie ein Mix aus Schäferhund und Husky. Ich habe sie seit 5 Jahren und sie hat eine sehr gute Bindung zu mir entwickelt. Anfangs war sie sehr unsicher, sie lernt aber schnell. Ausnahme sind andere Hunde und unerwartete Situationen! Nach langem Training kann sie fast immer an der Leine an anderen Hunden vorbei gehen (mit Abstand und an der hundeabgewandten Seite) ohne zu bellen. Anfangs habe ich sie im Freilauf zu anderen freilaufenden Hunden hingelassen. Mit etwa 80 % verträgt sie sich (die, die sich von ihr kontrollieren lassen oder sie selbstbewusst wegschicken), die restlichen 20% jagt sie bellend und schnappend viele 100 Meter weit.


Da ich vorher nie weiß, wie sie agieren wird, leine ich inzwischen immer an, sobald ein Hund in Sicht ist, und gehe aus dem Weg. Abgesehen davon, dass dadurch Spaziergänge wenig erbaulich sind, weil ich ständig aufpassen muss, weiß ich nicht, ob ich meinem Hund nicht notwendige Sozialkontakte nehme. Zwar habe ich den Eindruck, dass sie entspannter ist, seit ich die Sache regele, aber eigentlich lernt sie dadurch ja auch, dass potentiell alle Hunde irgendwie gefährlich sind, außer den wenigen, die sie näher kennt. Gibt es andere Möglichkeiten?

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Antworten(1)
  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 28.12.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Chris,
    früher war ich immer der Meinung, dass Hunde andere Hunde brauchen. Ich hatte auch immer verträgliche Hunde, denen ich diesen Kontakt ermöglichen konnte. Seit 11 Jahren nun lebt meine Cheyenne bei mir und die hatte mich eines besseren belehrt. Obwohl ich sie von Welpe an immer mit nahm zum Hundetraining und sie alle Hunderassen jeden Alters kennen lernen konnte, verträgt sie sich mit fast keinem Hund mehr außer mit meiner anderen Hündin, der Tala, und sehr souveränen und/oder selbstbewussten Hunden. Sie war aber auch in ihrem Welpenrudel, bevor wir sie bekommen haben, ein Einzelgänger und immer für sich.
    Ich lasse sie einfach nicht mehr zu anderen Hunden, außer wir kennen sie und wissen, dass sie mit Cheyenne fertig werden.
    Durch Cheyenne habe ich gelernt, dass Hunde nicht notwendigerweise andere Hunde brauchen und ich als Mensch diesen Sozialkontakt ersetzen kann.
    Mittlerweile kennen Sie ja sicher die Hunde, mit denen sich Ihre Hündin verträgt und das reicht vollkommen als Hundekontakt aus.
    Ansonsten würde ich sie beschäftigen mit Suchspielen und Ähnlichem.
    Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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