Territorial gegenüber hunden

  
JasminHasan schrieb am 27.08.2016   
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Hallo habe folgende probleme.

Meine hündin verteidigt alles was "ihr" gehört. Sei es spielzeug, ein raum, oder am hundestrand unser platz, manchmal mich, einfach alles. Mit dem fressen hab ich es sehr gut unter kontrolle. Sie weiss das sie den napf vom anderen hund nicht berühren darf. Trotzdem merke ich ihre extreme anspannung. Wenn ich hunde von freunde hüte und die bei uns zuhause sind, hat sie mega stress weil sie sie ständig zurechtweisen will und absolut jeden schritt ganz genau beobachtet. Sie schnapt in die luft und wenn der andere hund nicht das macht was sie will, wird sie laut und extrem giftig.
wenn ein hund ihr spielzeug hat, und ich sie festhalte und probiere sie zurecht zu weisen, fängt ihr körper und ihr mund an zu zittern.

Draussen wider rum wen wir spatzieren gehn und ein rudel hunde auf uns zukommen, ist sie sehr unsicher und stellt den kamm auf. Sie lässt sich immer erst beschnüffeln. Sie selber schnüffelt manchmal gar nicht. Die hundehalter allerding begrüsst sie extrem aufgeregt und stürmisch. Wenn wir im rudel spatzieren mit manchmal bis zu 10 hunden, ist sie unterwürfig und vertraut den hunden danach. Sie hält auch abstand von dominanten hunden.

Was ich auch nicht ganz verstehe ist, wenn 2 oder 3 hunde zudammen spielen und rummspringen, baut sie sich auf und rennt wie der blitz hinterher. Manchmal zwickt sie den anderen dan in die hinterbeine. Was bedeutet das?
Auch wen zb 2 hunde sich anpöbeln oder sich agressiv benehmen, geht sie sofort hin, baut sich auf und kläfft sie an.

Ja vom jagen will ich gar nicht erst anfangen. Katzen sind am schlimmsten... Ich weiss nicht was passiert wenn sie mal eine erwischen würde.

Sonst hat sie nie ernsthaft zugebissen. Weder mensch noch tier. Ich hoffe ich habe es einigermasen gut erklährt und sie können mir einige meine fragen beantworten oder mir ein paar tipps geben wie ich mit ihr an den problemen arbeiten kann. Ich wünsche mir einfach das sie mir vertraut und wir ein gutes team werden.

Danke und liebe grüsse jasmin özdemir


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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 27.08.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Jasmin,
    Ihre Hündin ist die Besitzerin von allem: Spielsachen, Wohnung, Futter und Ihnen. Gerade bei unsicheren oder gar ängstlichen Hunden kann das fatal werden. Sie haben ja selbst eine extreme Anspannung gemerkt. Die Kleine ist mit der Rolle, in die sie gedrängt wurde, vollkommen überfordert.
    Ein Hund, genau wie ein Mensch, braucht Regeln und Grenzen und jemand, der ihn führt. Dann kann der Hund seinem Menschen vertrauen. Wenn er aber selbst führen muss, einfach, weil der Mensch es nicht tut, hat der Hund Stress ohne Ende.
    Sie schreiben zu Beginn, die Kleine verteidigt alles, was ihr gehört. Da fängt das Problem an. Einem Hund gehört NICHTS, dann muss er auch nichts verteidigen. Alles gehört IHNEN. Sie stellen es dem Hund zur Verfügung, wenn SIE es wollen und nehmen es auch wieder weg. Also: Spielzeug weg, Futter weg (was nach 30 Min. nicht gefressen ist). Sie bestimmen Anfang und Ende vom Spiel, auch, wenn die Kleine dann motzt. Sie verwalten diese Ressourcen, nicht der Hund. Dazu gehört auch Sofa oder Bett. Der Hund darf da drauf, wenn SIE es erlauben, nicht, wenn er einfach drauf springt. Schieben Sie die Kleine dann kommentarlos wieder runter. Sie darf drauf, wenn Sie sie rufen.
    Lassen Sie sich nicht zum streicheln auffordern. SIE fordern, nicht der Hund. Ignorieren Sie deshalb Forderungen. Sie können Ihren Hund bis zum Abwinken streichen und beschmusen, aber, wenn SIE es wollen.
    Sie werden ein gutes Team, wenn SIE die Teamleitung übernehmen. Jetzt tut das Ihre Hündin und niemand ist glücklich dabei.

    Viel Erfolg...
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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