Junghund nervt Rüden, der auch nicht "nachgiebig" ist, was tun?

  
Jeyy schrieb am 17.11.2021   
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Guten Abend,
wir haben einen 5 1/2 jährigen Australian Shepherd Mix (nicht kastriert, aber mit Chip, der die Hormonausschüttung blockt), der mittlerweile endlich gelassener und ruhiger geworden ist. Natürlich gibt es immer noch Situationen, mit Kindern, Paketboten oder Müllmännern, wo er wild wird, aber insgesamt würde ich ihn nicht als aggressiven Hund einstufen. Ich glaube eher, er versucht, seine Nervosität und Unsicherheit zu kaschieren. Aber wenn wir gemeinsam Gassi gehen, herrscht Harmonie zwischen uns.


Der Freund (20), der Tochter meines Lebensgefährten hat sich einen Malinois geholt, der mittlerweile 7-8 Monate alt ist. Sehr süß, sehr rege, schlau und kein bisschen schüchtern oder ängstlich. Er fühlt sich sehr wohl bei uns, das Problem ist nur, aus Sicht von unserem Hund "erhebt" er Anspruch auf Aufmerksamkeit von allen. Im Haus läuft er dem Älteren ständig nach und möchte eindeutig beschäftigt werden, nicht böse, aber unser Aussie ist selbst von einer spielerischen Aufforderung extrem genervt und wird nicht müde, dem Kleinen das auch zu zeigen, er bellt, er reißt das Maul weit auf, "beisst" in das Halsfell, aber all das beeindruckt den Kleinen nicht.


Draußen ist es noch schlimmer, beide sind ganz geschafft und dreckig von solchen Gassirunden. Obwohl wir gelesen und gehört haben, dass man den Großen gewähren lassen muss, diese Unnachgiebigkeit auf beiden überschreitet unsere Grenzen und ich glaube, wir beenden es vielleicht immer, bevor es wirklich zwischen den beiden geklärt ist. Andererseits soll sich dieses (für mich) aggressive Verhalten auch nicht festsetzen... und wir schaffen es nicht, das Ende abzuwarten. Das Gerangel geht über 20 Minuten, so lang haben wir sie mal gelassen. Ich bin ganz gespalten, einerseits würde ich am liebsten unserem Großen zuliebe dem Kleinen den Zugang zu uns verwehren, andererseits erhoffe ich mir, dass sie sich irgendwann anfreunden, denn der kleine Rabauke fühlt sich bei uns sehr wohl und bei ihm zuhause haben die beschäftigten Eltern einfach nicht die Muße für ihn. Daher bringt der Freund ihn auch immer wieder ständig mit. Aber vom letzten Gassigang hat der Kleine eine eindeutige Bisswunde am Hals davon getragen, d.h. unser Aussie hat wirklich fester zugebissen. Aber der Kleine springt immer wieder auf und läuft ihm hinterher, springt ihn an... ich würde ja gern ein Hundetraining machen, aber andererseits muss der Kleine erst einmal zum Hundetraining... soll wir die beiden überhaupt noch zusammen lassen?

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 18.11.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Abend,
    ganz ehrlich gesagt nein.Sie müssten absolut konsequent die HUnde auseinanderhalten - hier stimmt die Chemie nicht. Da hilft auch kein Hundetraining, sondern Sie müssten handeln, trennen, nicht so lange warten, Ihren eigenen Hund beschützen vor diesen Übergriffen.
    Ihr Hund muss ständig eigene Entscheidungen treffen, Sie helfen nicht und lassen es geschehen. Wie lange wollen Sie es Ihrem HUnd zumuten? Er tut mir ehrlich gesagt leid.
    Es wird sich weder klären, noch wird es besser werden, das haben Sie bereits gemerkt.
    Der Kleine ist, wenn er bei Ihnen ist, an der Leine, damit Ihr Hund merkt, dass Sie ihn beschützen, er hat in Ihrer Nähe nichts mehr verloren! Zu Hause gibt es keinen Kontakt. Immer und in jedem Fall ziehen Sie Ihren Hund vor, weisen den anderen streng in seine Schranken und verschaffen Ihrem Hund Pausen - er ist genervt und gestresst, das geht direkt aufs Immunsystem...
    Beschützen Sie Ihren HUnd!!!!
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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