Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Impulsausbruch bei Hundekontakt

  
Apollo2020 schrieb am 22.06.2020   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo.


Mein Hund, ein griechischer Hirtenhund-Mix, mittlerweile 5 Jahre, tickt bei Hundekontakten immer total aus. Völlig egal ob die Hunde am Hoftor vorbei gehen oder wir sie beim Spaziergang treffen. Völlig egal ob der andere Hund männlich oder weiblich ist. In den letzten 2 Wochen ist er mehrfach so ausgerastet, dass er an der Leine kaum zu halten war und dabei meinen Freund ins Bein gebissen hat. Man merkt aber deutlich, dass ihm das gar nicht bewusst ist. Sein Ausbruch ist auch sofort vorbei, wenn der andere Hund vorbei ist.


Vielleicht noch als allgemeine Info. Wir haben drei Hunde. Noch die Schwester vom beschrieben Rüden und noch eine kleine 7 Mischlingshündin. Ansonsten ist "Apollo" sehr sensibel und sehr kinderlieb. Wir sind natürlich durch diese Erfahrungen mit ihm überall sehr vorsichtig. Gibt es einen Tipp wie wir besser mit seinen Ausbrüchen umgehen können? Wir sind über jeden Tipp dankbar. Liebe Grüße

Vielen Dank für die Meldung dieses Beitrages. Wir werden Deine Nachricht schnellst möglich prüfen!
Sie werden nun bei neuen Antworten benachrichtigt!
Sie werden nicht mehr bei neuen Antworten benachrichtigt!

Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 28.06.2020
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Guten Tag,
    ein Hirtenhund-Mix trifft seine eigenen Entscheidungen, das ist ein Rassemerkmal. Sie bezeichnen ihn als sensibel, er beißt aber Ihren Freund ins Bein, sie sagen, er bekommt das nicht mit????
    Ganz ehrlich: Sie müssten zuerst einmal Vertrauen aufbauen, damit er Ihnen zutraut, dass Sie mit Hundebegegnungen klarkommen. Das können Sie nicht, also übernimmt er die Entscheidung. Sie leben sehr gefährlich. Natürlich ist er wieder ruhig, wenn er das Ereignis "vertrieben" hat, wenn die anderen weitergehen. So hat er einen Erfolg nach dem anderen. Sie werden immer nervöser, unsicherer dem Hund gegenüber - er wird immer mehr eigene Entscheidungen treffen. Ist er kastriert? Wenn nicht, tut er das, was sein Beruf ist: Das Rudel zu verteidigen. Wie bauen Sie Vertrauen auf?
    Bauen Sie Vertrauen auf: Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der Leine HINTER Ihren Füßen.
    Bitte gehen Sie niemals direkt auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns, wenn der Hund an der Leine pampt. Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“ oder zu fliehen, wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klar zu kommen.
    Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund oder eine Leinen-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung und nehmen Sie den Blickkontakt heraus. Bleiben Sie in Bewegung und lassen Sie ihn nicht am Rand sitzen, das baut unnötig Stress auf.
    Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen Sie sie unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!!!!!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de Ratgeber und Erziehungsfilme bei Youtube
    Bleiben Sie vorsichtig und nehmen Sie rechtzeitig den Blickkontakt heraus!
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

Möchtest Du auch einen Ratschlag zu Deiner Erziehungsfrage?
Dann stell jetzt eine eigene Frage!

Neue Frage stellen

Bitte hier einloggen, um auf die Frage zu antworten.

Weitere Fragen zu diesem Thema:

Rivalität unter Hündinnen nach dem Umzug

Wir besitzen zwei Französische Bulldogen, beides Weibchen und es

... mehr

Neuer Hund ist an der Leine aggressiv gegenüber anderen Hunden

Hallo und guten Tag.

Erst einmal vielen Dank alleine für

... mehr

Hund knurrt Rüden und manche Menschen an

Einen wundervollen guten Tag,

was für ein toller Service.

... mehr

Hund wirkt aggressiv, wenn andere Hunde in der Nähe sind

Guten Tag, Ich erkenne mein Hund absolut nicht wieder beim

... mehr