Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Angst vor Hundebegegnungen

  Sachsen
Abby17117 schrieb am 11.04.2018   Sachsen
Angaben zum Hund: Old Englisch bulldog, weiblich, nicht kastriert, Alter 1-3 Jahre

Hallo,
Ich brauch dringend Hilfe!!! Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.
1. ich habe starke Panik bei/ vor Begegnungen mit anderen Hunden.
Es herrscht bei uns leinenzwang an den ich mich halte. Meine Hündin Abby 15 Monate alt läuft beim Spaziergang immer an der langlaufleine, nur ist sie fast die einzige... wir haben eine tolle Gegend am Fluss wo man schön und weit laufen kann, nur gehen da alle spazieren, vorallem mit unangeleinten Hunden. Abby wurde jetzt das 2. mal in kurzer Zeit angegriffen. Es ist zum Glück nichts weiter passiert, aber sie ist nun sehr sehr misstrauisch anderen gegenüber und die Leute hier lassen ihre Hunde alle frei laufen und reagieren nicht wenn ein angeleinter Hund, wie meiner auf sie zu kommt. Meistens sind es ganze Gruppen und es wirkt natürlich bedrohlich wenn gleich mehrere fremde Hunde auf sie zu stürmen und sie nicht ausweichen kann da sie ja an der Leine ist. Ich hab panisch Angst das was passiert. Das sie angreifen oder Abby angreift weil sie sich bedroht fühlt oder weil sie die anderen einfach nicht riechen kann. Auch meine Bitten die anderen Hunde anzuleinen wird nicht gehört. Mittlerweile weiche ich allen aus, drehe um wenn mir die Hunde Entgegenkommen oder laufe schneller wenn sie hinter mir sind um den Abstand zu vergrößern oder rufe von weiten das Abby Giardien hat. Es ist ein regelrechter Spießrutenlauf. Ich will ihr die Kontakte mir Artgenossen eigentlich nicht verweigern, aber ich hätte es gerne kontrolliert und erstmal an der Leine. Zusätzlich ist Abby auch ne kleine zicke, sie mobbt auch gern mal beim Spielen und wenn es dem anderen Hund nicht gefällt und sie kurz zurechtweist, sieht sie auch mal rot und das kann i einer rauferei enden. Daher hab ich auch immer Mega Angst das was schlimmes passiert. Ich merk richtig wie die Panik in mir hoch kommt. Sie war schon 14 Tage lang in einer Hundepension. Als ich sie abgegeben hab und die ganzen Hunde auf sie gestürmt sind hat sie etwas aggressiv reagiert. So wie ich nicht mehr da war, wurden die die besten Freunde. Ich strahle bestimmt Unsicherheit aus, die ihr das Gefühl geben mich beschützen zu müssen. Wie kann ich an mir arbeiten und haben die Tipps was ich machen kann wenn uns fremde Hunde unangeleint treffen.

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 14.04.2018
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten abend,
    Sie sind in einem tragischen Kreislauf, aus dem Sie folgendermaßen herauskommen:
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“ oder aggressiv zu reagieren, wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klar zu kommen.
    Eine Ausziehleine ist ein sehr gefährliches Instrument, das Freiheit vorgaukelt, wo keine ist. Damit sind jede Art von Begegnungen absolut tabu!!! Ihr Hund hat keine Möglichkeit Körpersprache zu zeigen. Solche Begegnungen enden immer tragisch. Sie können andere nicht erziehen, noch sie bitten, den Hund an die Leine zu nehmen, aber Sie können
    Vertrauen aufbauen:
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an einer normalen Leine HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund oder eine Leinen-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung und nehmen Sie den Blickkontakt heraus. Bleiben Sie in Bewegung und lassen Sie ihn nicht am Rand sitzen, das baut unnötig Stress auf.
    Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an. Solange Ihr Hund kein Vertrauen zu Ihnen hat, sind Hundebegegnungen tabu. Gehen Sie auf eine große Wiese und suchen Sie sichere Kontakte bei denen Sie Ihren Hund losmachen können.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!!!!!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Button Youtube - Erziehungsfilme
    Partner: Hundewelt, siehe meine Artikel, Kolumnen und Ratgeber
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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