Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Alte HundeDame will draußen ständig auf andere Hunde losgehen

Lieschen schrieb am 25.06.2015
Angaben zum Hund: Labrador mischling, weiblich, kastriert, Alter über 5 Jahre

Wir haben zwei Hunde. Einige Zeit nachdem der kleine Rüde zu uns kam hat die große alte Dame draußen angefangen bei anderen Hunden freizudrehen. Ich denke, dass es eine Art beschützerinstinkt ist. Aber was können wir dagegen machen.
Die alte Hunde Dame ist aus dem Tierheim und hat nach deren Angaben eine schwere Vergangenheit hinter sich. Wir wollen ihr einen schönen LebensAbend ermöglichen und glauben an sich nicht, dass der Stress einer Hunde Schule noch was für sie ist.
Über eine Antwort bzw Ratschläge wären wir sehr dankbar.
mit freundlichen grüßen

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 25.06.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, übernehmen sie die Führungsrolle und bieten sie ihr ein Alternativverhalten an. Sie haben alles in Griff und sie braucht nicht auf sie aufpassen. Das muß sie jetzt lernen
    Begegnen ihnen andere Hunde, lassen sie ihre Hunde absitzen. Lenken sie die Hündin ab. Dies kann mit einem Spielzeug, Leckerchen oder auch einem antrainiertem Aufmerksamkeitssignal geschehen. Richtet sie ihre Aufmerksamkeit auf sie, wird sie großzügig belohnt.
    Sie wird aber nur belohnt, wenn sie NICHT! gebellt hat. Beachten sie auch die Distanz zu den anderen Hunden. Wenn diese zu gering ist, besteht zumindest am Anfang die Wahrscheinlichkeit, dass die Hündin schon so auf den anderen Hund fixiert ist, dass sie gar nicht auf sie achten kann. Dann vergrößern sie die Distanz und beginnen erst dann mit der Übung.
    Wenn sie jetzt nicht aktiv werden, kann es passieren, dass sich der andere Hund diese Unart abschaut und sie irgendwann zwei bellende Hunde an der Leine haben.

    In einer guten Hundeschule werden die Gruppen so zusammengestellt, dass die Hunde trainieren können. Es gibt positiven und negativen Stress. Positiver Stress ist beim Training durchaus erwünscht, negativer Stress dagegen wird eben durch eine gute Gruppenzusammenstellung vermieden.

    Gerade bei Hunden mit Verhaltensauffälligkeiten kann deshalb eine Trainingsgruppe durchaus nur aus 2 oder 3 Hunden bestehen.
    Wenn ihre Hündin bei Hundebegegnungen so unsicher ist, wäre es durchaus empfehlenswert, ihr die Möglichkeit zu geben mit ausgewählten sozial sicheren Hunden Kontakte zu haben um gelassener durch ihr restliches Hundelben zu gehen.
    Auch sie als Halter werden dann entspannter bei Hundebegegnungen, da sie unter kontrollierten Bedingungen diese üben konnten.

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

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