Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Agressives Verhalten ggü anderen Hunden

  Hamburg
Andrea_Barwich schrieb am 18.09.2015   Hamburg
Angaben zum Hund: Französische Bulldogge, männlich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo! Ich hab ne Frage zum Verhalten ggü anderen Hunden: mein Hund ist 1 Jahr und 3 Monate, seit einer Woche kastriert. Er hat seit 3 Monaten ca das Verhalten, dass er an der Leine andere Hunde (ob groß, klein, wuschelig oder kurzhaarig), anpöbelt. Vorzugsweise Rüden, aber auch wenn andere Hunde mit seiner "Freundin" spielen, wenn er das Gefühl hat sie zu beschützen, oder auch normal beim Spazieren gehen! Woher kann das kommen? Frust, weil er nicht zum anderen Hund darf? Oder Macho-Gehabe, um seine Stellung zu behaupten? Für eine Antwort bin ich sehr dankbar. P.S wir besuchen von Anfang an eine Hundeschule!

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 24.09.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, ihr Hund wird jetzt erwachsen und sucht seine Stelle im Rudel. Die Kastration wird an seinem Verhalten nichts ändern.
    Es ist nicht Aufgabe des Hundes sie oder seine Freundin zu beschützen, sondern ihre. Denn SIE sind der Rudelführer. Ihre Aufgabe ist es nun die Führungsposition zu übernehmen und ihm klarzumachen, dass SIE bei Hundebegegnungen agieren und nicht er.
    Vermeiden sie viele Hundekontakte, da es momentan nur Stress für ihren Hund ist.. Der Hund hat als Sozialpartner doch sie und die andere Hündin.
    Ich würde sein Verhalten auch eher als Überforderung mit der Situation einstufen, denn als Dominanz.
    Üben sie die Begegnung mit anderen Hunden. Wenn sie nun andere Hunde treffen, versuchen sie ihren Hund mit einem Spiel abzulenken. Bitten sie z.B. befreundete Hundebesitzer sich ihnen mit ihrem angeleinten Hund zu nähern. Belohnen sie den Hund, wenn er leise ist. Dies kann Leckerchen/Spiel oder einfach nur viele Streicheleinheiten sein, je nachdem was ihm am besten gefällt.
    Bellt er, erhöhen sie wieder die Distanz zum anderen Hund. Legen sie für die erste Trainingseinheit eine Distanz fest, bis zu der sich ihr Bekannter annährt. Wenn sie dieses Ziel erreicht haben, beenden sie die Übung und machen am nächsten Tag weiter. Schrittweise können sie nun die Distanz verringern. Wenn dies klappt, tauschen sie Besitzer/ Hunde aus.
    Für ihren Hund soll es ein Ritual werden. Er soll lernen: andere Hunde sind okay, ich brauche nicht zu bellen, sondern bekomme immer etwas tolles, wenn ich sie ignoriere und statt dessen Frauchen anschaue.
    Nehmen sie sich viel Zeit und überfordern sie ihn nicht. Übernehmen sie bitte mehr die Führung, sie beschützen ihren Hund. Damit sind sie der souveräne Rudelführer auf den sich alle verlassen können. Dann kann und wird sich ihr Hund auch bei Hundebegegnungen entspannen.
    Jede Hundeschule hat ihren eigenen Weg Probleme zu lösen, viele Wege führen bekanntlich nach Rom.
    Hundetraining ist auch meist entspannt, bis die Hunde ins "Flegelalter" kommen und erwachsen werden. Dann brauchen sie konsequente Führung, eine ruhige Hand und einen souveränen Hundeführer der gemeinsam mit dem Hund die Klippen des Erwachsenwerdens umschifft.
    Leider wird manchmal Überforderung und Unsicherheit mit Dominaz gleichgesetzt - fatal für den Hund.

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

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