Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Ressourcenverteidigung abgewöhnen

  
Clark2001 schrieb am 12.11.2019   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,
Wir haben einen kleinen Pudel (3 Jahre alt), welcher ziemlich viele Probleme und Ängste hat.
Er hat eine Schilddrüsenunterfunktion und seit der Medikamentösen Behandlung sind die Ängste auch schon besser geworden.
Eines der größten Probleme ist derzeit die Ressourcenverteidigung und zwar nicht, wenn er etwas leckeres wie einen Knochen hat, das geht und er tauscht, sondern in Situationen wo er "Alles" verteidigt.
Ob uns Menschen, Möbel, Fressen, Spielzeug, oder gar ganze Räume, das geht so weit dass er Knurrt sobald sich das aus seinen Augen "bedrohliche" Tier bewegt, sowohl bei Hunden als auch Katzen.
Manchmal klappt es Prima, oft aber wird er agressiv, knurrt und täuscht an. Er hat noch nie gebissen aber das möchten wir auch nicht provozieren und es gibt viele Situationen nicht nur unangenehm, sondern ein No-Go ist.
Bitte ausschließlich Gewaltfreie Ratschläge, da wir nur mit Gewaltfreier Erziehung arbeiten, was bei ihm sehr gut funktioniert.

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 12.11.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,
    wenn ein Hund Ressourcen verteidigt, liegt das daran, das er Ressourcen besitzt. Wenn er selbst seine Menschen als Ressource betrachtet, benehmen die sich, aus Hundesicht, auch wie solche.
    Das kann man ganz leicht ändern, indem man dem Hund klar macht, vollkommen gewaltfrei, dass alles im Haus dem Menschen gehört. Wenn man den Hund dann auch noch Grenzen aufzeigt, gewaltlos natürlich, zeigt man ihm dadurch auch, dass der Mensch alles regelt, nicht der Hund.
    Um einem Hund zu zeigen, dass man kein Eigentum sondern der "Boss" ist, muss man sich auch so benehmen. Wenn er Sie oder jemand anderen anknurrt, nehmen Sie ihn an die Leine, halten ihn soweit weg, dass er Sie nicht erreichen kann und reagieren nicht auf seine Attacken. Sie schauen ihn nicht an und reden auch nicht mit ihm. Sobald er ruhig wird, gibt es wieder Aufmerksamkeit in Form von streicheln, spielen, Leckerchen. Es gibt überhaupt nur noch Leckerchen, wenn er sich benimmt.
    Wenn der Hund etwas von Ihnen fordert, wie Streicheleinheiten, spielen oder Futter, ignorieren Sie es kommentarlos.
    Springt der Hund von sich aus auf Bett oder Sofa, wird er sanft weggedrückt. Er darf dort nur hin, wenn Sie es erlauben.
    SIE agieren, der Hund reagiert, NIE umgekehrt. Dann sind Sie der "Boss". Wenn es umgekehrt ist, wie jetzt, ist es der Hund.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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