Wir trainiert man zur Ruhe kommen und alleine bleiben?

  
kristina_schulz schrieb am 14.08.2021   
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Hallo.
Unsere 8 Monate alte Hündin schläft tagsüber nie länger als 2h am Stück, danach wird sie unruhig und fängt an zu fiepen. Ich bin wirklich schon am Ende. Wir hatten bisher 3 Tiertrainer und nichts brachte Erfolg. Tagsüber kommt sie in eine Box, die wir abdunkeln da sie auch bei kleinsten Bewegungen oder Geräuschen wach wird. Wir gehen mit ihr 3x am Tag raus für ca. 30- 45 min. Dabei darf sie 10 -15 min mit Unterbrechungen an der Schleppleine übers Feld tollen und der Rest wird im bei Fuß gegangen und verschiedene Übungen gemacht.


Logischerweise klappt damit auch das alleine bleiben gar nicht. Nach dem Spaziergang kommt sie in ihre Box wird gestreichelt aber auch da braucht sie ewig bis sie runter kommt und schläft. Ich bin auch schonmal 10 min gejoggt aber sie hat wirklich eine Ausdauer. In der Spielrunde ist sie auch immer die letzte, die noch spielen will 🙈🙈 zudem übe ich mit ihr das Platz in der Box wobei ich mich auf dem Raum entferne, selbst da kommen wir nur super minimal voran und sind gerade Mal bei 5 Minuten.


Sie frisst auch sehr schlecht ihr Futter ( TA meint aber alles sei in Ordnung) wodurch sie natürlich auch schlecht neues lernt. Wir sind schon von Trocken- zu Nassfutter gewechselt aber auch das hat nichts geändert . Nachts schläft sie von 22 Uhr -6/7 durch, je nachdem wie wir oder die Kinder aufstehen. Vielleicht kann mir noch jemand helfen. Denn perspektivisch glaube ich nicht das wir es schaffen, dass sie jemals lernt alleine zu bleiben.

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Antworten(3)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 17.08.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Kristina,
    so, wie Sie das Ganze beschreiben, hört es sich für mich an, als würden Sie viel zu viel mit der Hündin machen. Statt sie bei einem 30-45 min. Spaziergang nur 10-15 min. toben zu lassen und den Rest bei Fuß gehen zu lassen und Übungen zu machen wäre es umgekehrt sicher sehr viel sinnvoller. Sie läuft auf Hochtouren weil immer was mit ihr gemacht wird, weil immer was von ihr verlangt wird.
    Vielleicht ist zusätzlich auch noch durch die Kinder viel Aufregung und Unruhe.
    Oft, wenn Hunde so überdreht sind ist es auch ihre Umgebung. Geben Sie ihr einen Platz, wo sie ihre Ruhe hat, wo sie auch von den Kindern nicht gestört werden kann.
    Oft, und das würde das Fiepen erklären, gehen Menschen auf Forderungen z. B. nach spielen, Streicheleinheiten, Aufmerksamkeit eines Hundes ein. Das veranlasst den Hund, immer mehr zu fordern und auch dadurch nicht zur Ruhe zu kommen. Auch NEIN, AUS, schimpfen bedeutet Aufmerksamkeit für einen Hund. Schauen Sie kommentarlos weg, gehen sie weg, JEDESMAL.
    Das mit dem nicht fressen ist wahrscheinlich der alte Kreislauf: Der Hund will mal nicht fressen, Frauchen versucht zu überreden, was natürlich keinen Erfolg hat. Frauchen kauft ein anderes Futter, Frauchen kocht, der Hund frisst immer weniger. Es ist bei Menschen, denke ich, ähnlich. Wenn man sich ununterbrochen zu etwas gedrängt fühlt, verliert man die Lust daran.
    Dass die Kleine wieder frisst, bekommen Sie nur hin, indem Sie die nächste Zeit hart bleiben. Stellen Sie 2x am Tag Futter hin, was in einer halben Stunde nicht gefressen ist, kommt weg. Beobachten Sie die Hündin nicht, stellen Sie das Futter hin und gehen weg. Keine Angst, kein gesunder Hund verhungert freiwillig. Dass die Hündin gesund ist wissen Sie ja.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • kristina_schulz
    kristina_schulz
    schrieb am 17.08.2021

    Vielen Dank für ihre Antwort!! Also mehr toben und weniger trainieren?

    Eigentlich ist es so das sie zu Hause schon in ihrer Box bleiben soll und auch die Kinder wissen daß sie nicht Ran dürfen wenn sie schläft. Die Box steht auch in einer Ecken im Wohnzimmer wo nicht ständig jemand vorbei kommt.
    Aber sobald jemand den Raum betritt oder verlässt wird sie wach und schaut und wenn sie mitbekommt das etwas ansteht wird sie von vornherein schon unruhig.
    Man kann wirklich die Uhr danach stellen nach 2 h wird sie wach und unruhig. Als würde sie warten das es um 12 wird und der Mittagsspaziergang ansteht ( eigentlich soll sie von 7-12 Uhr schlafen, dann kurzer Spaziergang und dann wieder von 13-17uhr schlafen. So wäre zumindest erstmal mein Wunschgedanke. Später wäre natürlich super schlafen von 7-15:30uhr und dann gemeinsame zeit.
    Es ist wirklich nicht so daß wir auf das Fiepen eingehen. Soweit es geht ignorieren wir es aber natürlich fiebt sie mehr als eine halbe Stunde und innerlich steigt meine Anspannung schon auf 180🥴 ich muss dann auch wirklich oft den Raum verlassen um nicht ganz zu verzweifeln. Sie bekommt eigentlich nur Aufmerksamkeit wenn wir es gestatten also spielen oder streicheln
    Auch mit dem Futter haben wir schon probiert ,1woche lange zuerst haben wir nur 10 Kroketten (wirkliche l 10 rein getan) nach 3 Tagen hat sie sie auch gefressen aber bei 50g war dann wieder Schluss ( haben es jeden Tag etwas gesteigert) und der ganze Spaß ging von vorne los.
    Gibt es noch andere Möglichkeiten ihr Ruhe beizubringen? Natürlich kann ich an der familiären Situation nichts ändern aber ich würde ihr und mir wirklich helfen. Kann ja nicht sein das ich für immer zu Hause bleibe . Lieben Dank

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 18.08.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Kristina,
    so, wie es aussieht, verstehen entweder Sie nicht, was ich schreibe oder ich versteh etwas falsch.
    Z. B. das Futter. Es geht nicht darum, wenig Futter zu geben (10 Kroketten), es geht darum, dem Hund das Futter hinzustellen, WEGZUGEHEN und was nach 30 Minuten nicht gefressen wurde, weg zu nehmen. So, wie Sie schreiben, haben Sie die 10 Kroketten stehen gelassen bis sie gefressen wurden. Das ist ein Riesenunterschied.
    Sie schreiben, die Hündin bekommt nur Aufmerksamkeit, wenn Sie es gestatten. Heißt das, wenn Sie keine Lust haben, bekommt sie keine Aufmerksamkeit, wenn sie sie fordert und ansonsten gehen Sie darauf ein? Genau das ist ein Problem: Sie sollten NIE auf Forderungen eingehen, auch, wenn Sie es gerade möchten. Die Hündin kann das nicht unterscheiden. Sie merkt nur, dass sie es einfordert und es, (manchmal) bekommt. Also fordert sie und fordert und fordert bis Sie auf 180 sind und darauf eingehen oder weggehen.
    Apropos 180: Am besten gehen Sie JEDESMAL, BEVOR es soweit ist, aus dem Raum. Das würde auch das unterstreichen, was ich oben geschrieben habe.
    Ansonsten kann ich Ihnen nur dazu raten, sich eineN HundetrainerIN aus Ihrer Umgebung zu wenden.

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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