Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Hilfe Bei Welpen Erziehung

  
sabrina steinbusch schrieb am 15.01.2019   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo ihr Lieben
Ich habe eine 6 Monate alte Yorkshire Chihuahua mix Hündin.
Sie ist wirklich sehr schwierig
Bekomme sie nicht Stubenrein
Wenn Besuch kommt pinkelt sie
Sie bellt alles und jeden an
Raus gehen ist Horror mit ihr
Allein bleiben geht nicht da sie alles kaputt macht
Ich weiß nicht mehr weiter
Was mache ich falsch
Hilfe

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 15.01.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Sabrina,
    das sind eigentlich alle Probleme, die man mit einem Hund haben kann. Was Sie falsch machen, kann ich aus der Entfernung leider nicht beurteilen, aber es sieht so aus, als hätte der kleine Hund überhaupt keine Erziehung genossen und würde weder Führung noch Grenzen kennen. Beides braucht, gerade ein junger, Hund sehr dringend, um zu einem angenehmen Partner zu werden.
    Ihre Hündin hat einfach noch nicht gelernt. sich zu melden, wenn sie sich lösen muss. Falls sie draußen nichts macht, vergisst sie es wahrscheinlich, weil sie nur am schnuppern ist oder sonst aufregenderes zu tun hat. Suchen Sie einen für Hunde langweiligen Platz und bleiben dort mit ihr stehen, beachten Sie sie nicht bis sie sich gelöst hat. Erst dann gehen Sie weiter.
    Mein Rat: "Zäunen" Sie einen kleinen Bereich z. B. mit einem Kinderlaufstall ab, wenn Sie die Hündin nicht beobachten können.
    Gehen Sie nach jedem Füttern, Spielen und Aufwachen der Kleinen sofort raus. Wenn sie dann was macht, ganz überschwänglich loben und belohnen. Auch, wenn sie unruhig wird, sich im Kreis dreht und auf dem Boden schnuppert, sofort raus.
    Nachts würde ich sie an eine Box gewöhnen. Fangen Sie langsam damit an, machen Sie ihr die Box mit Leckerchen schmackhaft. Schließen Sie die Tür am Anfang noch nicht, erst, und auch dann nur kurz, wenn sie sich in der Box entspannt. Sie lernt dann, sich zu melden weil Hunde selten ihren Schlafplatz beschmutzen.
    Sehr wichtig ist, dass Sie die Kleine nicht schimpfen oder gar bestrafen, wenn doch einmal ein Malheur passiert. Sie wird dann meinen, es sei verboten, sich zu lösen, unsicher bis ängstlich werden und heimlich ihr Geschäft verrichten.
    Bei Besuch bitten Sie die Besucher, die Kleine nicht zu beachten, dann wird sich das Pinkeln da auch geben.
    Nun zum Bellen. Dieses Verhalten haben oft kleine, niedliche Hunde, die nie Grenzen kennengelernt haben und die nicht geführt werden. Sie werden dadurch in die Rolle des "Rudelführers " gedrängt und sind damit vollkommen überfordert. Aus Unsicherheit bellen sie dann eben alles und jeden an, manchmal auch einfach nur, weil sie mit dem Stress nicht klar kommen.
    Fangen Sie deshalb an, Ihre Hündin zu führen. Achten Sie darauf, dass Sie vorgehen und die Kleine Ihnen an lockerer Leine folgt. Dann führen Sie, die Hündin kann sich auf Sie verlassen und muss nicht mehr selbst regeln.
    Grenzen sind z. B. wenn der Hund etwas von Ihnen fordert, wie Streicheleinheiten, spielen oder Futter, ignorieren Sie es.
    Springt der Hund von sich aus auf Bett oder Sofa, wird er sanft weggedrückt. Er darf dort nur hin, wenn Sie es erlauben.
    SIE agieren, der Hund reagiert, NIE umgekehrt. Dann sind Sie der "Boss". Wenn es umgekehrt ist, wie jetzt, ist es der Hund.
    Hunde als Rudeltiere haben sehr viel Stress, wenn sie nie gelernt haben, alleine zu bleiben. Man sollte ihnen das, möglichst im Welpenalter in ganz kleinen Schritten mit viel Geduld und Zeit beibringen.
    Üben Sie mit ihr das alleine bleiben, indem Sie immer mal wieder tagsüber rausgehen, Türe schließen, sofort wieder reinkommen, den Raum durchqueren, wieder raus, Türe zu, wieder rein u.s.w., ca. 10 Minuten lang mehrmals am Tag. Bitte die Hündin dabei nicht beachten, einfach rausgehen und rein kommen. Sie soll dieses "Spiel" mit der Zeit zum Gähnen langweilig finden, erst dann kann sie entspannen. Wenn Sie merken, dass sie entspannter ist, steigern Sie die Zeit draußen in ganz kleinen Schritten. Wenn sie sich aufregt, wieder kürzer draußen bleiben.
    Wenn das funktioniert, ziehen Sie sich an, gehen raus und kommen sofort wieder rein. Auch hier steigern Sie dann die Zeit draußen.
    Sehr wichtig: Keine Verabschiedung und keine Begrüßung. So lernt die Hündin, dass es vollkommen normal ist, wenn Sie gehen.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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