Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hündin Obsession pinkelt ständig in die Wohnung

  Hamburg
armband schrieb am 16.03.2015   Hamburg
Angaben zum Hund: Havaneser, weiblich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit 10 Monaten habe ich meine Havaneserhündin. Sie ist 3,5 Jahre alt. Sie kommt aus einer Zucht aus einem Dorf mit 15 Häusern. Mit anderen Hunden wurde sie nicht sozialisiert, nur mit den dort lebenden Hunden. Draußen geht sie auf jeden Hund los, auch wenn der auf der anderen Straßenseite geht. Ich ziehe sie hinter mich und stelle mich vor sie. Bringt aber auch nichts. Sie lebt jetzt bei mir in Hamburg und wir lieben uns total. Seit einem halben Jahr pinkelt sie in die Wohnung (immer untern den Tisch im Wohnzimmer). Beim Spaziergang pinkelt sie ebenfalls. 5 bis 6 Mal gehen wir raus. Beim Tierarzt wurde alles untersucht. Eine Schilddrüsen Funktion ist nicht so ganz optimal. Die Tabletten hat sie nicht so gut vertragen. Sie hechelte mehr als sonst, hat sich beim Autofahren übergeben und ich habe sie abgesetzt. Vielleicht das doch nochmal versuchen? Trinkmengen wurden mit der Tierärztin besprochen, die sind o. k. Neulich war ich 3 St. bei meiner Schwester und war 2 Mal mit ihr draußen und sie hat gepinkelt. Aber 2 Mal hat sie auch dort auf den neuen Teppich gepinkelt.
Protokoll von gestern (angezeigt bedeutet sie signalisiert, dass sie muss):

10.00 h (draußen klein und groß)
10.40 h (in Wohnung gepinkelt)
16.00 h (draußen klein und groß)
18.00 h (angezeigt, draußen klein)
19.40 h (angezeigt, draußen klein)
20.35 h (angezeigt, draußen klein)
21.40 h (angezeigt, draußen klein)
22.40 h (angezeigt, draußen klein)
01.00 h (draußen klein)

Nun habe ich es geschafft, dass sie mir anzeigt, wenn sie muss, aber so oft möchte ich nicht mit ihr raus. Da ich keinen Teppich sondern bisher nur Laminat habe, soll sie dann eben in die Wohnung pinkeln. Schimpfen tue ich nicht. Ich wohne im 3. Stock und ziehe mir in Windeseile immer Schuhe und Jacke an. Was soll ich tun?
Wie oben beschrieben sind es zwei Probleme, nämlich, dass sie ständig in die Wohnung pinkelt und dass sie draußen alle Hunde heftig attackiert.

Über eine Antwort oder einen Anruf würde ich mich freuen.
MfG Maike Ihde

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 16.03.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Frau Ihde,
    die Schilddrüse ist ein Organ, welches sehr träge auf Medikation reagiert. Es dauert Wochen, bis man die optimale Dosierung für den Patienten erreicht. Wenn der Hund stark hechelte, besprechen Sie bitte mit ihrer TÄ, ob Sie mit einer geringeren Dosis beginnen und diese dann langsam steigern. Dann sollten die Nebenwirkungen geringer oder gar nicht auftreten und der Hund kann optimal behandelt werden.
    Wenn die Hündin draussen alle Hunde attackiert, versuchen Sie sie abzulenken. Möglichst BEVOR sie den anderen Hund sieht und sich in das Verhalten hineinsteigert. Was mag sie? Leckerchen, Spielzeug? Bieten Sie ihr ein Alternativverhalten an. Du siehst einen Hund? Prima, komm zu mir und wir spielen, du bekommst Leckerchen o.ä. . Trainieren Sie dies zuerst in größerer Entfernung zu den anderen Hunden, später können Sie die Distanz verkleinern. Falls sie sich dies alleine nicht zutrauen, finden Sie z.B im BHV Trainer, die Ihnen zu Beginn des Training mit Rat und Tat zur Seite stehen können.
    Die Sache mit dem in die Wohnung pinklen ist leider nicht ganz so einfach zu beantworten.
    Eigentlich ist sie alt genug um mehrere Stunden auszuhalten. Da ein gesundheitliches Problem schon ausgeschlossen wurde, beschleicht mich der Verdacht, dass es sich dabei um ein aufmerksamkeitsheischendes Verhalten handlen könnte. Es scheinen immer Situationen zu sein, in denen die Hündin nicht beachtet wurde (wird). Schließlich bekommt sie jedesmal Aufmerksamkeit und Zuspruch, wenn sie anzeigt. Dafür lohnt es sich aus Hundesicht doch ein paar Tröfchen loszuwerden. Wäre es für sie machbar, feste Pipizeiten einzuführen und ihr ziwschenzeitliches Anzeigen zu ignorieren? Sie wird erst einmal häufiger Pipi machen. Dies ist eine normale Trotzreaktion. Aber wenn sie merkt, dass es "egal" ist, wird sie damit aufhören.

    Mit freundlichen Grüßen und viel Erfolg wünscht Ihnen Sabine Kutschick

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