Was tun bei extremer Unterwürfigkeit anderen Hunden gegenüber?

  
Helen2 schrieb am 17.07.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,
mein jetzt vier Monate alter Welpe zeigt sich anderen Hunden gegenüber extrem unterwürfig, ganz egal ob kleiner oder größer als er, er geht geduckt, mit eingezogener Rute dezent wedelnd und nach hinten geklappten Ohren zügig auf das Gegenüber zu. Da das ein unterwürfiges Verhalten und eigentlich eher mit Angst zu tun hat, frage ich mich, was ich tun kann ihm mehr Sicherheit zu vermitteln? Er ist unglaublich lieb, freundlich, wissbegierig und auch mutig in anderen Situationen, aber diese Form der Kontaktaufnahme tut mir arg leid, und würde mich über einen Tipp sehr freuen.

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Antworten(3)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 20.07.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Guten Tag,
    gerade ist Ihr Hund zum JUnghund geworden und kein Welpe mehr.
    Wenn ich es richtig lese, lassen Sie ihn ohne Schutz auf jeden Hund zulaufen und sich ducken. Er muss diese Entscheidung für sich treffen, weil er es von Ihnen nicht anders gelernt hat. Das kann auch ins Auge gehen, wenn er an den Falschen gerät und gebissen wird.
    Greifen Sie ein und beschützen Sie Ihren Hund:
    Bitte gehen Sie niemals direkt auf einen Hund oder einen Menschen zu. Bauen Sie Vertrauen auf: Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der Leine HINTER Ihren Füßen.
    Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns, wenn der Hund sich nicht zu nehmen weiß, wenn man in einer Welpenspielstunde war. Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde benehmen sich merkwürdig, wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klar zu kommen.
    Geben Sie Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund oder eine Leinen-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung und nehmen Sie den Blickkontakt heraus. Bleiben Sie in Bewegung und lassen Sie ihn nicht am Rand sitzen, das baut unnötig Stress auf.
    Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen Sie sie unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!!!!!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen. Ihr Hund wird bald gelassen, fragt bei IHnen ab, ob er gehen kann, Sie entscheiden: Nein, kein Spielpartner, Ihr Hund geht mit Ihnen weiter und freut sich, dass Sie ihn beschützen.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • Helen2
    Helen2
    schrieb am 21.07.2021

    Vielen Dank!
    Genau das war der Grund, weshalb wir nicht in eine Welpengruppe gegangen sind, in der freien Natur würde ein Welpe von Elterntieren nie Hals über kopf mit fremden Welpen herumtollen. Nun ist es trotzdem so gekommen, dass wir falsch mit anderen Hunden in Kontakt gegangen sind- da haben Sie vollkommen recht. Getäuscht hat einfach, dass er von sich aus bereits aus der Entfernung schnurstracks zu anderen Hunden gestürmt ist, das haben wir schlicht falsch interpretiert und werden damit nun anders umgehen. Vielen Dank!

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 24.07.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Abend,
    herzlichen Dank für Ihre Antwort. Ich finde es immer ganz toll, wenn ich
    helfen kann,
    ich wünsche Ihnen ganz viel ERfolg
    herzliche Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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