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Zweithund oder lieber nicht ?

Thema: Allgemeines
  
Nicki2 schrieb am 12.12.2019   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo!
Ich habe einen 2 jährigen Rüden (kastriert) und hätte gerne eine Hündin als Gefährtin und Spielkameradin. Mein Rüde ist extrem verspielt und stürmisch. Er hört auf alle Grundkommandos. Nur die Leinenführigkeit übe ich immer noch mit ihm. Ich habe ihn jetzt seit 8 Monaten. Wenn er andere Hunde sieht dann will er immer hin und jammert und bellt wie ein Welpe. Habe ihn auch schon mal, laufen lassen, natürlich mit Maulkorb, er ist sofort hin gerast und hat erstmal die Pfote auf den Hund gestellt und als der andere Hund still gehalten hat, dann hat er erst geschnuppert und danach konnte ich den Maulkorb ablegen. Er lief dem hund ständig hinterher und wollte den anderen immer zum spielen animieren. Ich hatte auch schon mal einen 12 Wochen alten Shi Tzu Rüden zu Hause, zur Betreuung und mein großer war skeptisch, knurren nur wenn der kleine in die Nähe seines Futter kam, mit seinem Spielzeug durfte er spielen, er hatte ihm sogar welches vor gelegt. Nun hab ich 2 Hündinnen vom Tierschutzverein zur Auswahl, beides Labrador-Mix, eine 11 Monate und eine 10 Monate alt, eine davon dominant und eine davon zurückhaltend. Welche passt am besten zu meinem dominanten Rüden? Oder soll ich lieber keinen Zweithund nehmen?

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Antworten(3)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 13.12.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,
    es ist nun mal so, dass, wenn man sich einen zweiten Hund dazu nimmt und noch Probleme mit dem ersten Hund hat, sich diese Probleme nicht verringern sondern verdoppeln. Sie haben dann zwei Hunde an der Leine die ziehen und zwei Hunde, die jammern und bellen, wenn sie andere Hunde sehen. Dadurch kann sich eine Leinenaggression entwickeln und das ist mit zwei Hunden ganz sicher kein Spaß.
    Wenn ein Hund nach acht Monaten immer noch an der Leine zieht, liegt das meistens an der fehlenden Konsequenz des Hundebesitzers. Vielleicht hilft Ihnen das Folgende etwas weiter:
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn er einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.
    Zuerst würde ich also die Probleme wegschaffen und dann über einen zweiten Hund nachdenken.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Nicki2
    Nicki2
    schrieb am 13.12.2019

    Da bin ich ja auch dran. Ich hab mich ja schon zur Hundeschule angemeldet ,dort habe ich aber auch erst im Januar Platz bekommen. Nur weiß ich jetzt immer noch nicht welche Hündin besser passt? Eine ruhige oder eine dominante? Das war meine eigentliche Frage, worauf ich eine Antwort wollte.

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 13.12.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Ihre Überschrift lautete: Zweithund oder lieber nicht. Diese Frage hatte ich beantwortet. Ohne die Hunde gesehen zu haben, kann ich Ihnen leider nicht sagen, welche Hündin am besten passt. Wenn Sie aber schon einen Platz in einer Hundeschule haben, würde ich bis dahin auf jeden Fall warten und mir dort Rat holen.

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