Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Zieht und bellt

Thema: Allgemeines
  Nordrhein-Westfalen
Mamii schrieb am 27.04.2016   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: Mops Terrier Mix, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Unser Tyson is drei Jahre .Ihn haben wir zwar erst seit ca knapp drei wochen aber er bellt ziehmlich viel ob das die leute von draussen sind oder in der whg! Und zieht viel an der leine was manchmal echt schlimm ist.

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 28.04.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn er einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Wenn Sie ihn draußen führen, hat er keinen Grund mehr, Leute anzubellen weil er sich auf Sie verlassen kann.
    Zeigen sie ihm im Haus Grenzen z. B. wenn der Hund etwas von Ihnen fordert, wie Streicheleinheiten, spielen oder Futter, ignorieren Sie es.
    Springt der Hund von sich aus auf Bett oder Sofa, wird er sanft weggedrückt. Er darf dort nur hin, wenn Sie es erlauben.
    SIE agieren, der Hund reagiert, NIE umgekehrt. Dann sind Sie der "Boss". Wenn es umgekehrt ist, wie jetzt, ist es der Hund.
    Üben Sie zuerst mit dem Hund, auf Kommando an einen festen Platz zu gehen und dort zu bleiben, bis Sie das Kommando wieder auflösen. Bleiben Sie dabei am Anfang neben dem Korb oder der Decke stehen. Wenn Ihr Hund den Platz verlassen will, bringen Sie ihn kommentarlos wieder hin. Wenn er dort bleibt, geben Sie ihm ein Leckerchen. Dann entfernen Sie sich immer weiter von dem Platz, gehen zurück und geben ein Leckerchen.
    Wenn das ohne Ablenkung funktioniert üben Sie es mit eingeweihten Besuchern.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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