Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Will mein Hund die Kontrolle über mich?

Thema: Allgemeines
  Baden-Württemberg
Sarah121212 schrieb am 04.12.2015   Baden-Württemberg
Angaben zum Hund: Malteser, weiblich, kastriert, Alter über 5 Jahre

Hallo,
ich habe seit 5 Jahren eine Malteser Hündin. Seit ca. 2 Jahren folgt sie mir auf schritt und tritt in verschiedene Räume, sie kann nicht alleine bleiben und bellt ständig. Deshalb nehmen wir sie überall mit hin und lassen sie nicht alleine, denn wir wohnen in einer Mietswohnung und das Bellen würde die anderen Bewohner stören. Mein Hund ist sehr fixiert auf mich sie möchte nicht mit anderen mitgehen, schaut sich immer um ob ich noch da bin. Neuerdings bellt sie wenn ich den Raum verlasse, wenn ich dann "Aus" sage bellt sie mich regelrecht an, wenn ich lauter werde wird sie auch lauter. Sie bleibt eigentlich immer auf der Decke wenn ich "bleib" sage aber mit der Zeit lässt das immer mehr nach, weil sie sehen will was ich mache oder wo ich hingehe. Ich habe angst das es schlimmer mit dem anbellen wird, haben Sie Tipps für mich?

Mfg Sarah H.

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Antworten(3)

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 04.12.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Sarah,

    ganz allgemein wird ein Hund ein Verhalten, das sich für ihn lohnt, immer und immer wieder und ggf. auch intensiver zeigen. Das Verhalten, das Sie nun bei Ihrer Hündin beobachten - dass Sie Ihnen hinterherläuft und Sie stets beobachtet, lohnt sich also in irgendeiner Art und Weise für Ihre Hündin. So ist es möglich, dass Ihre Hündin sich selbst wohler fühlt, wenn Sie dies alles tut, oder aber Ihre Hündin möchte bspw. Ihre Aufmerksamkeit erlangen und erhält diese auch irgendwann.

    Ein erster Schritt wäre nun, dass Sie die Rollen tauschen - nicht mehr Ihre Hündin bestimmt, wann sie was haben darf, sondern Sie als Hundehalter regeln das. Hierbei geht es um so banale Dinge wie Aufmerksamkeit und Sozialkontakt, Futter und Kauknoche, Ort der Liegeplätze, Spiel und Spielzeug, Spaziergänge etc. (genaue Anleitungen dazu siehe Homepage).

    Ein weiterer Schritt könnte sein, dass Ihre Hündin lernt, mehr Abstand zu Ihnen zu halten und in solchen Situationen entspannt zu bleiben. Eine Möglichkeit ist, über einen Kinderlaufstall oder ein Kindergitter in der Tür festzulegen, wo sich Ihre Hündin aufhält und Ihr so nach und nach beizubringen, dass es gar nicht schlimm ist, wenn Sie zu sehen sind aber ein direkter Kontakt nicht möglich ist. Für dieses Training ist es ggf. sinnvoll, auf einen entsprechend spezialisierten Tierarzt vor Ort zurückzugreifen.

    Viele Grüße,
    Stefanie Ott
    www.mensch-und-tier.net

  • Sarah121212
    Sarah121212
    schrieb am 04.12.2015

    Hallo,

    danke für die schnelle Antwort. Ich werde es versuchen mit Ihren Tipps hinzubekommen, aber was soll ich machen wenn sie in dem Laufstall sitzt und mich anbellt? Ignorieren möchte ich es ungern weil wir in einer Mietswohnung wohnen. Sie hat sehr viel Ausdauer im bellen und es dauert eine Weile bis sie von selbst aufhört. Es ist dann immer ein Wechsel zwischen heulen und bellen.

    Viele Grüße
    Sarah Hecke

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 05.12.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Frau Hecke,

    viele Möglichkeiten gibt es leider nicht. Sie könnten:
    - Ihre Hündin versuchen zu beruhigen, wenn sie heult oder bellt --> das wird voraussichtlich als Aufmerksamkeit wahrgenommen und verstärkt das Verhalten
    - Ihre Hündin bestrafen, wenn sie das Verhalten zeigt --> das wird voraussichtlich zu einer schlechteren Beziehung zwischen Ihnen und Ihrer Hündin führen
    - Ihre Hündin ignorieren --> das sollte dazu führen, dass Ihre Hündin das Verhalten nach und nach abstellt, wenn auch es zu Beginn zu einer Verschlechterung kommen kann, die man dann aussitzen müsste

    Vielleicht könnten Sie die Anregung ausprobieren, dabei aber zunächst noch sehr nah bei Ihrer Hündin bleiben und fast neben ihr sitzen und dann erst nach und nach den Abstand in kleinsten Schritten vergrößern.

    Viele Grüße,
    Stefanie Ott
    www.mensch-und-tier.net

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