Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Verbotenes Fressen

Thema: Allgemeines
  Niedersachsen
Alanna_Zu_Trebond schrieb am 05.12.2015   Niedersachsen
Angaben zum Hund: Langhaardackel, weiblich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Wie kann ich meinem Hund abgewöhnen draußen und drinnen alles gierig zu fressen, was sie findet?

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Antworten(4)

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 05.12.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,

    um eine bessere Vorstellung von Ihrer Situation und von Ihren Zielen zu bekommen, wüsste ich vorab gerne:
    - Welche Dinge frisst Ihr Hund draußen und drinnen?
    - Wie zuverlässig möchten Sie dieses Verhalten unterbinden?

    Viele Grüße,
    Stefanie Ott
    www.mensch-und-tier.net

  • Alanna_Zu_Trebond
    Alanna_Zu_Trebond
    schrieb am 06.12.2015

    Hallo Frau Ott,

    vielen Dank schon einmal für Ihre Antwort!

    Lotta ist 5 3/4 Jahre alt und frisst alles an Nahrung, das sie findet und auch menschlichen Kot. Angefangen von Keksen, die Kinder fallen gelassen haben, im Sommer Grillreste auf Wiesen, rumliegende Brötchen etc und Erbrochenes in Hauseingängen.
    In der Wohnung ist es ebenso alles was sie findet, außer rohes Gemüse, das sie nicht mag. Ausgenommen Karotten und Äpfel - die mag sie. Sie schleckt auch Teller ab, wenn sie drankommt. Springt dafür auch auf den Tisch und klaut dort auch Kuchen oder reine Butter und hat leider auch schon Schokolade entdeckt, ausgepackt und gefressen. In der Küche inhaliert sie sogar die Brotkrümel vom Boden usw..
    Solche Dinge hat sie in Maßen schon immer getan. Aber seit sie kastriert wurde (vor Ca. 2 Jahren) wurde es ungleich schlimmer.

    Abgesehen davon, dass sie so zunimmt und ich ihr sonstiges Futter dann reduzieren muss (sie bekommt morgens Orijen Trockenfutter und eine Straußensehne, abends wird sie gebarft und draußen bekommt sie noch Belohnungsleckerlis ohne Kohlehydrate, neuerdings auch Zucchini oder Karottenstückchen), mache ich mir natürlich größte Sorgen, dass sie eines Tages Gift frisst.

    Ich freue mich auf Ihren Rat!

    Herzliche Grüße
    Maja Maemecke

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 06.12.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Frau Maemecke,

    na da haben Sie ja eine Hundedame, die vor wirklich nichts an Futter- und Lebensmitteln zurückschreckt

    Zum einen wäre es sehr sinnvoll, einmal folgende Punkte abzuchecken:
    - Ist Lotta körperlich gesund? Hier sind ggf. ein paar weitergehende Untersuchungen (Allgemeinuntersuchung, Blutuntersuchung, ...) notwendig.
    - Ist Lottas Ernährung ausreichend in Bezug auf alle Nährstoffe? Hier ist eine Rationsberechnung notwendig, um festzustellen, was Lottas Bedarf ist und was die momentane Ernährung abdeckt.
    Beides einmal abzuklären, ist sehr sinnvoll, denn oftmals verursachen Aspekte der Gesundheit und / oder der Ernährung genau das, was Sie bei Lotta beobachten.

    Zum anderen wäre es auch sehr sinnvoll, die problematischen Situationen anzugehen. Lotta nimmt nun wirklich alles zu sich und kann Futter- bzw. Nahrungsreste - auch mit evtl. giftigen Inhaltsstoffen - möglicherweise schnell abschlucken, bevor Sie "Aus" sagen können. Daher ist es sinnvoll, sie gar nicht so weit kommen zu lassen, sondern schon im Vorfeld geeignete Managementmaßnahmen zu ergreifen.

    Anstatt nun viel Zeit und Energie in ein "Futter-/Nahrungsmittel-Liegenlassen"-Training zu investieren, ist es empfehlenswert
    - den Zugang zu fressbaren Dingen zu verhindern, bspw. durch Wegräumen aller problematischen Gegenstände, Aufenthalt in einem anderen Raum (getrennt durch eine Tür oder ein nicht überwindbares Gitter) oder in einer Hundebox
    - das Ins-Maul-Nehmen von fressbaren Dingen zu verhindern, bspw. durch einen Gitter-Maulkorb.

    Auch an ein Training von bspw. einem sehr guten Rückruf (auch von Futter-/Lebensmitteln) sowie ein Deckentraining wäre zu denken. Beides erfordert jedoch, dass Sie - auch nach evtl. erfolgreichem Training - immer gedanklich bei Lotta bleiben, damit sie nicht in alte Muster zurückfällt und doch wieder etwas aufnimmt.

    Viele Grüße,
    Stefanie Ott
    www.mensch-und-tier.net

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 06.12.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Frau Maemecke,

    na da haben Sie ja eine Hundedame, die vor wirklich nichts an Futter- und Lebensmitteln zurückschreckt

    Zum einen wäre es sehr sinnvoll, einmal folgende Punkte abzuchecken:
    - Ist Lotta körperlich gesund? Hier sind ggf. ein paar weitergehende Untersuchungen (Allgemeinuntersuchung, Blutuntersuchung, ...) notwendig.
    - Ist Lottas Ernährung ausreichend in Bezug auf alle Nährstoffe? Hier ist eine Rationsberechnung notwendig, um festzustellen, was Lottas Bedarf ist und was die momentane Ernährung abdeckt.
    Beides einmal abzuklären, ist sehr sinnvoll, denn oftmals verursachen Aspekte der Gesundheit und / oder der Ernährung genau das, was Sie bei Lotta beobachten.

    Zum anderen wäre es auch sehr sinnvoll, die problematischen Situationen anzugehen. Lotta nimmt nun wirklich alles zu sich und kann Futter- bzw. Nahrungsreste - auch mit evtl. giftigen Inhaltsstoffen - möglicherweise schnell abschlucken, bevor Sie "Aus" sagen können. Daher ist es sinnvoll, sie gar nicht so weit kommen zu lassen, sondern schon im Vorfeld geeignete Managementmaßnahmen zu ergreifen.

    Anstatt nun viel Zeit und Energie in ein "Futter-/Nahrungsmittel-Liegenlassen"-Training zu investieren, ist es empfehlenswert
    - den Zugang zu fressbaren Dingen zu verhindern, bspw. durch Wegräumen aller problematischen Gegenstände, Aufenthalt in einem anderen Raum (getrennt durch eine Tür oder ein nicht überwindbares Gitter) oder in einer Hundebox
    - das Ins-Maul-Nehmen von fressbaren Dingen zu verhindern, bspw. durch einen Gitter-Maulkorb.

    Auch an ein Training von bspw. einem sehr guten Rückruf (auch von Futter-/Lebensmitteln) sowie ein Deckentraining wäre zu denken. Beides erfordert jedoch, dass Sie - auch nach evtl. erfolgreichem Training - immer gedanklich bei Lotta bleiben, damit sie nicht in alte Muster zurückfällt und doch wieder etwas aufnimmt.

    Viele Grüße,
    Stefanie Ott
    www.mensch-und-tier.net

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