Unser Loki hört auf Nein nicht

Allgemeines
Christina 8. schrieb am 07.11.2016
Hallöchen und zwar unser Loki hört auf das Wort Nein nicht . Zum Beispiel er versucht immer wieder auf dem Sofa zu gehen obwohl er das nicht darf. Oder was auch ein Problem ist er zieht sehr stark , springt jeden an und bellt jeden an. Wie können wir das unterbinden. Muss dazu sagen Loki ist 7 Monate alt
1 Antwort
Ellen Mayer | Hundetrainer/in
schrieb am 08.11.2016
Hallo,
wenn Ihr Loki nicht auf "Nein" hört, hat er ganz einfach noch nicht gelernt, was das Wort bedeutet. Ein Hund kann nur lernen, was ihm beigebracht wird, von alleine ist es dem Hund unmöglich. Ganz davon abgesehen werden die Worte "Nein", "Aus" und ähnliche so ziemlich bei allem ge(miss)braucht , was der Hund soll oder auch nicht. Meistens sind deswegen die Hunde abgestumpft bei diesen Worten und reagieren gar nicht.
Wenn Ihr Loki nicht aufs Sofa soll, schieben Sie ihn kommentarlos sanft runter und zwar jedesmal.
Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn er einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.
Sobald Sie Ihren Hund führen statt umgekehrt der Hund Sie, wird er sich auf Sie verlassen können und muss nicht mehr regeln und beschützen.
Meistens, wenn Hunde Menschen anspringen und sich nicht davon abhalten lassen, hängt das damit zusammen, weil die Leute zuviel reden (aus,nein,runter u.s.w.) Der Hund
versteht das nicht und regt sich nur noch mehr auf. Besser ist immer, zu handeln. Entweder nehmen Sie Ihren Hund an die Leine und halten ihn kommentarlos hinter sich, damit er den Besuch nicht erreichen kann. Oder Sie stellen sich zwischen Besuch und Hund und drängen den Hund, auch wieder kommentarlos, weg.
Zusätzlich können Sie auch mit dem Hund üben, an einen festen Platz zu gehen und dort zu bleiben, bis Sie ihm erlauben, den Platz wieder zu verlassen. Üben Sie das zuerst ohne, später mit eingeweihten Besuchern.

Liebe Grüße
Ellen Mayer
www.lesloups.de
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