Stress durch ignorieren?

Thema: Allgemeines
  
Biene625 schrieb am 01.03.2016   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,

Wir hatten mit unserer Morena ein pieps - Problem. Nun haben wir vor ca 6 Wochen begonnen das piepsen auszusitzen bzw zu ignorieren, zB an der Haustür oder mit dem Futternapf so lange warten bis sie sich beruhigt hat und leise ist. Kleine Erfolge gibt es auch schon.
Nur leider hat Morena begonnen beim alleine bleiben in die Wohnung zu machen und zerstört Sachen, was vorher nie der Fall war. Außerdem ist sie Nachts nicht mehr ruhig.
Bis auf das ignorieren haben wir nichts geändert, sie hat nach wie vor die gleichen Gassizeiten, nur dass sie im schlimmsten Fall einige Minuten an der Tür steht und warten muss bis sie leise ist.
Die Problematik hat ca eine Woche nach dem ignorieren angefangen und steigert sich.
Ist das Frustration oder Stress? Wie können wir dem entgegen wirken ohne das pieps - Problem aus den Augen zu verlieren?
Körperliche Gründe hat der TA schon ausgeschlossen, er riet uns zum "aussitzen" - was für uns aber nicht wirklich eine Option ist, da unsere Einrichtung langsam leidet und Morena zudem schon 11,5 Jahre alt ist und sie nicht unnötig gestresst werden soll. (gesund und fit ist sie aber, Übungen wären also kein Problem)

Wir hoffen ihr könnt uns helfen.

Viele Grüße

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Antworten(1)

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 01.03.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo,

    mit Ihren 11,5 Jahren ist Ihre Hundedame schon eine Hundeseniorin.

    Nun weiß man mittlerweile, dass Hunde im Alter einige Veränderungen entwickeln, die das Gehirn betreffen und demenzartig sind. Man spricht dabei von einer "Canine Cognitive Dysfunction". Merkmale dieser Verängerungen sind bspw.
    - dass ein Hund einen veränderten Schlaf-Wach-Rhythmus entwickelt
    - dass ein Hund "seine" Menschen nicht immer auf Anhieb erkennt
    - dass ein Hund Verhaltensweisen, die er einmal sehr gut beherrscht hat, nicht mehr so gut abrufen kann
    - dass ein Hund Angst / Furcht entwickelt
    - u. a.

    Die verschiedenen Verhaltensweisen, die Sie bei Morena beobachten, könnten vielleicht hierauf zurückzuführen sein. Um dies abzuklären, würde ich empfehlen, einen Termin mit einem verhaltenstherapeutisch tätigen Tierarzt auszumachen, der Morena nach einem persönlichen Kennenlernen hierzu einschätzt.

    Für das Training des Fiepsproblems hätte ich bereits an dieser Stelle eine kleine Anregung:
    Derzeit passiert ja folgendes: Morena fiepst --> Morena ist leise --> Morena bekommt eine Belohnung (Futter, Spaziergang, ...). Hieraus entsteht schnell eine Handlungskette (Handlung "Fiepsen", dann Handlung "Ruhe", dann Belohnung - bzw. unerwünschtes Verhalten, dann erwünschtes Verhalten, dann Belohnung).
    Optimaler wäre es, wenn Sie Morena gleich für ein erwünschtes Verhalten belohnen könnten. Vielleicht beobachten Sie sie beim nächsten Mal einmal sehr genau: ist sie vor dem Füttern bzw. vor dem Spaziergang vielleicht schon kurze Zeit leise, so dass Sie sie belohnen können, ohne dass sie ins Fiepsen rutscht?

    Viele Grüße,
    Stefanie Ott
    www.mensch-und-tier.net

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