Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hund zieht wie verrückt

Thema: Allgemeines
Rike0802 schrieb am 21.05.2015
Angaben zum Hund: Dackelmischling, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo,

unser Hund ein einjähriger Rüde zieht an der Leine wie wild will immer der erste sein und sobald man ihn von der Leine abmacht rennt er weg. Jagt Wildtieren. Wir wissen einfach nicht mehr weiter?
Wir haben auch schon versucht mit Leckerlis und Nasenarbeit(Suchen) alles uninteressant.

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 22.05.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Tag,
    waren Sie in einer Welpenspielstunde?
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Ihr Hund ist findet Sie nicht spannend und haut - vor Ihnen - ab. Er traut Ihnen seine Führung nicht zu.

    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wuchtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Leine kurz, Hand an die Jeansnaht, der Hund hat vor Ihren Füßen nichts verloren, das ist zuerst sehr hart, aber wirkungsvoll. Gehen Sie an einer Mauer entlang und drängen Sie ihn zurück, bis er Ihre Führung anerkennt -
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Bücher „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt


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