Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hund will nicht alleine bleiben

Thema: Allgemeines
  Bayern
Fosco schrieb am 17.02.2016   Bayern
Angaben zum Hund: Irischer Wolfshund, männlich, nicht kastriert, Alter 3-12 Monate

Unser Rüde ist seit er 10 Wochen ist bei uns. Wir haben mit ihm genauso wie mit unseren vorigen Hunden das Alleinebleiben geübt. Vorerst nur Türen schließen, dann mal 1 Minute usw.. Er ist vorher natürlich draussen, es wird gespielt usw, er bekommt dann Kausachen, Leckerlieball, der Fernseher wird aufgedreht und es wird keine Verabschiedung gemacht. Er bellt sehr viel, zerstört aber überhaupt nichts. Wir haben schon mehrmals mitgefilmt und er wirkt nicht ängstlich und gestresst sondern definitv an richtig angepisst.
Wie können wir das Bellen beim Alleinebleiben am Besten in den Griff bekommen?

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Antworten(3)

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 18.02.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,

    ein Problem mit dem Alleinebleiben kann verschiedene Ursachen haben.

    Bei einigen Hunden steckt Angst dahinter, bspw. weil das Alleinebleiben nicht ausreichend trainiert wurde oder weil bestimmte Reize auftreten - Geräusche, Licht- und Schattenspiel, ... - die der Hund ertragen kann, solange sein Mensch anwesend ist und die bei ihm Furcht auslösen, wenn der Mensch nicht anwesend ist.

    Bei anderen Hunden steckt Frustration dahinter,, wenn sie das Haus nicht mit ihrem Menschen verlassen dürfen und ihn nun für einige Stunden lang nicht um sich herum haben (zum Spielen, zum Kuscheln, ...).

    Auch eine Mischform zwischen diesen beiden Ursachen ist möglich.

    Wenn Angst die Ursache ist, so muss man u. a. die Auslöser, die hier evtl. vorhanden sind, beseitigen und das Alleinesein in kleinen Schritten neu aufbauen. Unter Umständen empfiehlt es sich dabei, bestimmte Techniken wie eine Entspannungsübung, eine Veränderung der Ernährung oder den Einsatz von Pheromonen oder Medikamenten zu berücksichtigen.

    Wenn Frustration die Ursache ist, so sollte man den Alltag des Hundes einmal genauer durchleuchten und nachsehen, woher es kommt, dass der Hund hier so viel Frustration zeigt und mit diesem Gefühl so schlecht umgehen kann. Häufig ist es dabei sinnvoll bzw. notwendig, mittels bestimmter Haushaltsregeln (siehe "Nichts-im-Leben-ist-umsonst-Programm auf meiner Homepage) an der Frustrationstoleranz zu arbeiten.

    Viele Grüße,
    Stefanie Ott
    www.mensch-und-tier.net

  • Fosco
    Fosco
    schrieb am 18.02.2016

    Unser Hund ist sehr entspannt und absolut nicht ängsltich, die Frustrationstoleranz ist bei ihm sehr gut. Adaptil haben wir schon verwendet (keine Besserung) und das Alleinebleiben wurde bei ihm genauso wie bei unseren vorigen Hunden ganz langsam aufgebaut. Mit unserem 2. Hund wäre das Alleinebleiben überhaupt kein Problem. Nur das lassen wir nicht zu, da unser Ersthund Epileptiker ist und das zu gefährlich wäre, wenn dieser unter einem Anfall zubeisst.

    Was ich definitiv weiß ist, dass sein Vater nicht alleinebleiben kann. Dieser bellt, heult und zerstört sogar die Einrichtung, außer er ist bei anderen Hunden bzw. seinen Menschen.

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 19.02.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,

    wenn diese beiden Ursachen, die bei vielen Hunden für trennungsbezogene Probleme verantwortlich sind, ausscheiden, ist es sinnvoll wenn nicht sogar notwendig, sich einmal mit einem verhaltenstherapeutisch tätigen Tierarzt vor Ort zusammenzusetzen und
    - alle relevanten Informationen aus der Vorgeschichte Ihres Hundes zusammenzutragen
    und
    - sich die problematischen Situationen einmal anzusehen - live oder per Videoaufzeichnung.

    Viele Grüße,
    Stefanie Ott
    www.mensch-und-tier.net

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