Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Futter

Thema: Allgemeines
  Nordrhein-Westfalen
Viktoria318 schrieb am 15.04.2017   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: Labrador, weiblich, nicht kastriert, Alter über 5 Jahre

Guten Tag.
Ich wollte mal fragen was ich beim Futter besser machen könnte da mein Hund Dick ist.. an bewegung fehlt ihr nichts da wir Täglich mehrere Stunden am Laufen sind. Wir suchen auch etwas für ihre Gelenke da sie damit Probleme hat. Noch mal zum Futter.. sie kriegt eins zum leichten verdauen aus Aldi allso recht billig da sie das teure meistens nicht verträgt oder isst. Ich würde mich um Rückmeldungen freuen. Lg

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Antworten(1)

  • Katrin Höfele
    Katrin Höfele (Hundetrainer)
    schrieb am 15.04.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,

    wenn Ihr Hund trotz Bewegung zu dick ist, ist höchstwahrscheinlich die Futtermenge zu hoch oder es sind zu viele Kohlenhydrate enthalten. Die auf den Verpackungen angegebenen Mengen sind in der Regel zu hoch gegriffen (der Hersteller will ja etwas verdienen ;-)), daher reduzieren Sie die empfohlene Futtermenge etwas und beobachten Sie, am besten anhand von Wiegen, wie sich Ihr Hund entwickelt.

    Ich würde Ihnen ans Herz legen, sich nochmal nach einem besseren Futter umzusehen, langfristig gesehen ist dieses Futter gesundheitsschädlich und aufgrund des hohne Getreideanteils nicht artgerecht. Dass Ihre Hündin manche anderen Futter nicht frisst, wird daran liegen, dass gute Marken auf Geschmacksverstärker verzichten und das Futter somit ungewohnt wenig duftet und für den Geschmacksverstärker-gewohnten Hund auch einfach ungewohnt wenig intensiv schmeckt. Als ob wir von stark gewürztem Fastfood plötzlich auf Salat ohne Alles umsteigen würden. ;-)
    Kein Hund verhungert vor dem vollen Napf, früher oder später wird Ihre Hündin fressen, ansonsten können Sie etwas Bio-Kokosöl drauf geben, das lieben fast alle Hunde.

    Wenn es zu Unverträglichkeiten kommt, kann dies zunächst durch die Umstellung auftreten und sich nach einigen Tagen wieder geben oder es muss nach einer anderen Sorte gesucht werden, evtl. verträgt sie nur eine bestimmte Fleischsorte oder einen bestimmten Inhaltsstoff nicht.

    Ihr Futter beinhaltet nicht nur mehr Getreide als Fleisch, sondern ist nicht vollständig deklariert, d.h. dort kann praktisch Alles drin sein, über Hühnerfüße inkl. Fußringen bis hin zu Autoreifen oder Asche aus verbrannten Semmeln, sowie das als krebserregend in Verdacht stehende künstliche Vitamin K3, welches für Hundefutterhersteller in Deutschland nicht deklarationspflichtig ist.

    Besonders wenn Ihr Hund ein Gelenkproblem hat, sollten Sie Abstand von
    fragwürdigen Billigfuttermarken nehmen.

    Aber: Teuer ist nicht immer besser! Oft ist ein Futter nur teuer, weil der Hersteller Unmengen für Werbung ausgibt. Daher sollten Sie immer selbst einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen, welche immer der enthaltenen Menge nach aufgeführt sind, sprich, wenn ganz vorne Getreide steht, ist auch am meisten Getreide drin.
    Hier ein kleiner Leitfaden:

    - Achten Sie darauf, dass ein hoher Fleischanteil vorliegt (bestenfalls mind. 70%).
    - Verwenden Sie am besten ein getreidefreies Futter oder mit einem sehr geringen Getreideanteil. Kohlenhydrate machen dick! Vor allem Mais sollte nicht enthalten sein, da dieser negativen Einfluss auf den Serotonin-Haushalt nimmt.
    - Achten Sie auf eine 100% Deklaration.
    - Erkundigen Sie sich im Internet oder fragen Sie den Hersteller ob im Futter Vitamin K3 zugesetzt wurde, wenn ja, dann bitte nicht füttern.
    - Es sollte kein Zucker enthalten sein (oft versteckt als Rübenschnitzel o.ä.).
    - Kein Fleischmehl, sondern frisches Fleisch, am besten auch nach Sorte deklariert.
    - Achtung: Wenn Getreidesorten einzeln aufgelistet sind, kann es sein, dass dadurch das Fleisch weiter vorne in der Liste landet, obwohl das Getreide zusammengerechnet eigentlich mehr ergeben würde. Im Zweifelsfall also immer gut überlegen oder beim Hersteller nachfragen.
    - Bevorzugen Sie kaltgepresstes Trockenfutter, da hier die Zutaten am schonensten verarbeitet werden und das Futter im Magen nicht aufquillt (aufqillendes Futter fördert Magendrehungen). Testen Sie auch gerne in einem Glas Wasser, wie stark Ihre Futterbrocken aufqillen, je weniger, desto besser für den Magen.
    - Achten Sie auf einen geringen Rohasche-Wert und auf ein aussgewogenes Calcium-Phosphor Verhältnis (Phosphor niedriger als Calcium).

    Generell ist immer ein Dosenfutter oder Rohfütterung dem Trockenfutter vorzuziehen, ich verstehe aber, wenn dies aus Kosten- oder Platzgründen nicht möglich ist.

    Bezüglich der Gelenkproblematik kann Grünlippmuschelpulver oder Teufelskralle helfen, lassen Sie sich hierzu am besten von einem Ernährungsberater oder Tierheilpraktiker beraten, welcher Erfahrung damit hat.

    Ich wünsche Ihnen und Ihrem Hund alles Gute bei der Futtersuche und dass die Kilos dann purzeln! ;-)

    Liebe Grüße
    Katrin

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