Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Fersenbiss abgewöhnen

Thema: Allgemeines
  
tinka_cool schrieb am 21.05.2020   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Ich habe ein Collie Hündin, 1,5 Jahre. Sie ist vom amerikanischen Typ und weder sehr sensibel noch ängstlich. Sie ist gut erzogen und seit Welpenalter in der Hundeschule und macht ihre Aufgaben souverän. Viele stauen auch wie gut sie hört und eigentlich haben wir auch keine Probleme. Die kann überall hin und benimmt sich ordentlich. Jetzt kam es zweimal vor, dass sie ohne Vorwarnung fremde in die Füße zwicken wollte. Das erste Mal war für Schornsteinfegerin bei uns im Haus, die selbst Hunde. Nach der Begrüßung ging sie in Richtung Heizung und ich schloss noch die Tür, da ging sie an die Füße. Das kannte ich gar nicht und schickte sie sofort auf ihren Platz, den sie während des Aufenthalts der Schornsteinfegerin nicht verlassen durfte und auch nicht tat. Sie nahm es mit Humor, junger Hund und Hütehund und so. Aber ich fand es nicht okay. Lange Zeit war nichts dieser Art bis heute beim Spaziergang. Sie war im Freilauf und ich kann mich drauf verlassen, dass sie hört. Der Rückruf klappt sicher und wenn zu plötzlich Fahrräder, Jogger oder Hunde kommen, kann sie auch aus der Distanz absitzen und warten. Wenn wir fremde Spaziergänger treffen, ist es für die kein Problem zumal sie zumeist bei Fuß läuft sobald Fremde uns entgegen kommen. Bei manchen, ich weiß nicht warum, schnüffelt sie gern an den Füßen, welches ich dann immer mit "Nein" unterbinde oder die durch schnellen Pfiff zum Absitzen bringe. Passiert ist bis jetzt auch noch nie etwas. Manche sagen ja auch oft, sie macht doch nichts. Da ich aber nicht weiß, ob es den Menschen wirklich recht ist, soll sie gar nicht erst an den Füßen rumturnen. Schwieriger wird es wenn uns ein Jogger von hinten überrascht, dann ist sie sofort an den Füßen, aber gepackt hat sie noch nie, sie läuft dann gerne mit, sie läuft gern. Auch da lässt sie sofort ab, wenn ich rufe oder sie absitzt.
Heute aber lief ich mit meinen Sohn etwas hinterher und mein Mann war vorne und versperrte mir den Blick auf unseren Hund, welches mir nichts ausmachte da mein Mann die sehen konnte. Plötzlich taute ein schneller Radfahrer auf und ehe mein Mann reagieren konnte, zwickt sie ihm in dem Fuss. Natürlich war er am Schimpfen und fuhr einfach davon.
Blöd für mich, weil ich die Situation nicht 100% mitbekommen habe, aber trotzdem stört mich das. Ich möchte nicht, dass da such irgendwas entwickelt.
Meine Hundetrainerin meint nur, ist halt Hütehund und dann muss die dauerhaft an die Leine. Sie geht auch an der Leine so ist das nicht. Aber die löst sich ungern an der Leine und geht lieber abseits der Wege um sich zu lösen. Aber natürlich noch in Sichtweite. Unsere Wege hier sind nur sehr verwunden, kurvig und steil. Man hat selten lange Sicht im sehen was vorne oder hinter einem geschiet.
Deshalb bin ich ja auch froh, dass sie so gut hört und selbst bei anderen Hunden keinerlei Probleme macht.
Und trotzdem möchte ich nicht, dass wenn sie die Chance hat, Leute in irgendeiner Weise (fusstechnisch) bedrängt oder gar zwickt. Ist es wirklich ein Hütehundproblem oder kann ich dem irgendwie entgegen wirken? Sollte ich es provozieren und gezielt handeln oder ist es nur ein Testen und es lässt beim "Nein" sagen von allein nach?

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Antworten(3)

  • Colliefan
    Colliefan
    schrieb am 22.05.2020

    Guten Morgen, unsere 11 Monate alte Colliehündin zeigt dieses Verhalten im Haus auch :-( Sie hört sonst sehr gut, kontrolliert unsere Gäste im Haus auch wenn diese ins Bad oder Küche gehen wollen. Ich kenne das trotz jahrelanger Hundeerfahrung nicht und freue mich auf Tipps wie das in den Griff zu kriegen ist. Dankeschön vorab !

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 02.08.2020
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Tag,
    toll, dass Sie so einen gut erzogenen Hund haben, das liest man hier selten
    :-)))
    Dieser Fersen- oder Fußbiss gehört zu dieser Rasse, die ausgebüxte, weglaufende Schafe so auf den rechten Weg bringen. Der Hund geht seinem Beruf nach, für den er gezüchtet wurde - wir wissen: Jede Rasse hat einen Beruf. Also muss man hier gegen einen Trieb arbeiten, das geht ebenso schwer, wie gegen Jagd- oder Geschlechtstrieb anzugehen.
    Die Objekte gehen, fahren oder bewegen sich zu schnell oder weg, das löst diesen Reiz aus, da es "beruflich bedingt" ist und der Hund hier eine eigene Entscheidung trifft (treffen muss, wenn er arbeitet), Also hilft tatsächlich nur Schleppleine, auf keinen Fall "Flexi".
    In vielen Fällen können Sie die Leine planen: Schornsteinfeger, Handwerker...
    draußenhilft nur Vorsicht und Schleppleine...
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt
    www.hundimedia.de

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 02.08.2020
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Ach so: Wenn Sie Fragen haben, können Sie gern nochmal schreiben,
    weil das Thema aus der Ferne wirklich schwer zu beantworten ist...

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