Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

bellen

Thema: Allgemeines
nick schrieb am 10.10.2015
Angaben zum Hund: Yorki, weiblich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo meine hundin wird 4 Jahre war an der Leine immer total lieb aber seit sie Welpen hatte macht sie alles an der leine an alles und jeder wurd angebellt. Auf feld kann ich sie ohne Leine nicht mehr laufen lassen da sie alles anrennt bellt und und nicht mehr hört was kann ich tun

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 11.10.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, wielange ist der Wurf ihrer Hündin her und haben sie eventuell einen Welpen behalten?
    Manche Hündinnen neigen zu extremen Verteidigungsverhalten vor/während oder nach einem Wurf. In freier Wildbahn für sie und ihre Welpen überlebenswichtig - unangenehm dagegen in menschlicher Obhut.
    Sie müssen ihrer Hündin zu verstehen geben, dass SIE sich um ihre Sicherheit kümmern.
    Sozialpartner für ihren Hund sind in erster Linie sie. Andere Hunde können sein, müssen momentan aber nicht.
    Vermeiden sie deshalb unnötige Hundekontakte. Für ihren Hund sind Hundebegegnungen derzeit richtiger Stress. Dies lann sich auch zu einer gepflegten Leinenaggression entwickeln. Wenn sie einige Hunde haben, mit denen sie sich versteht und es keinen Stress gibt, reicht dies für sie als Sozialkontakt.
    Versuchen sie sie bei Hundebegegnungen abzulenken und auf sich zu konzentrieren. Wenn es nicht klappt wäre es gut, wenn sie die Distanz erhöhen, damit sie sich besser auf sie konzentrieren kann. Nehmen sie ein besonderes Spielzeug/ Leckerli mit, welches für sie sehr interessant ist.
    Übernehmen sie unbedingt die Führung draussen und bestimmen, was, wann, wo und wie geschieht. Fordern sie sie und vielleicht finden sie eine Beschäftigung, die sie beide zusammen machen können ( Mobility o.ä.) Dies fördert das Vertrauen des Hundes, bringt ihr wieder Selbstvertrauen und stärkt ihre Position.
    Ich würde ihnen weiterhin empfehlen sich an eine Hundeschule zu wenden, wo ihre Hündin wieder lernt, dass andere Hunde keine Bedrohung für sie sind.
    Anfangs werden sie mit ihr kein großartiges Training machen können, sie soll nur lernen, dass auf eine bestimmte Distanz Hunde okay sind. Diese Distanz wird nach und nach verkürzt, dann darf sie mit einem, zwei, drei Hunden gemeinsam trainieren, Später in einer kleinen Gruppe, irgendwann wechseln auch die Hunde. Sie soll lernen, dass sie ihnen vertrauen kann und andere Hunde auch ihren Weg kreuzen dürfen.
    Es wird ein langer Weg, der von ihnen viel Geduld erfordert und vor allem ein einfühlsames Training, welches den Hund nicht überfordert.
    Aber sie können das Problem lösen.
    Adressen für Hundetrainer finden sie z.B. auf den Seiten des BHV unter http://www.bhv-net.de/


    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

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