Häufige Krankheiten bei Kitten: Diese Erkrankungen treten besonders häufig auf
Für einige Erkrankungen sind Kitten besonders anfällig. Indem Du typische Symptome kennst, kannst Du gesundheitliche Probleme frühzeitig erkennen und schnell tierärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Hier ein Überblick über häufige Kitten-Krankheiten:
Magen-Darm-Probleme
Verdauungsbeschwerden treten bei Kitten besonders häufig auf. Da der Magen-Darm-Trakt junger Katzen noch empfindlich ist, reagieren viele Kitten sensibel auf Stress, Keime oder Veränderungen beim Futter. Zu den typischen Symptomen zählen:
Besonders Durchfall kann bei jungen Katzen schnell gefährlich werden. Durch den hohen Flüssigkeitsverlust dehydrieren Kitten deutlich schneller als erwachsene Tiere. Halten die Beschwerden länger an oder wirkt das Kitten zusätzlich schwach und matt, sollte eine Tierarztpraxis aufgesucht werden.
Bild: © Beton Studio – stock.adobe.com
Großer Schutz für kleine Pfoten: Mit einer Krankenversicherung von AGILA ist Dein kleiner Schatz vom ersten Moment an in guten Händen. Und das Beste: Für jeden Abschluss schenken wir Euch unser Willkommenspaket mit liebevoll ausgesuchten und aufeinander abgestimmten Inhalten für Dein Kitten:
- AGILA Quick Guide: alles auf einen Blick
- Schleckmatte von LickiMat®
- Snacks für Katzen
- Filzbälle zum Spielen
- Exklusives E-Book für Euren Start
Zur Willkommens-Aktion für Kitten
Atemwegsinfekte und Katzenschnupfen
Atemwegserkrankungen kommen bei jungen Katzen ebenfalls häufig vor. Was zunächst wie harmloses Niesen wirkt, kann auf einen Infekt der oberen Atemwege hinweisen. Besonders verbreitet ist der Katzenschnupfen-Komplex, der durch verschiedene Viren und Bakterien ausgelöst wird. Typische Symptome sind:
Jetzt Infografik zum Thema „Fieber messen bei Katzen“ kostenlos herunterladen!
Parasitenbefall: Würmer, Flöhe und Co.
Parasiten treten vor allem in den ersten Lebensmonaten häufig auf. Je nach Parasitenart zeigen sich unterschiedliche Symptome. Zu den häufigsten gehören Würmer, Flöhe, Ohrmilben, Giardien und Zecken. Leben mehrere Katzen im Haushalt, verbreiten sich Parasiten häufig besonders schnell. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen, konsequente Entwurmungen und eine gute Hygiene wichtig, um Infektionen frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.
Bild: © chendongshan – stock.adobe.com
Erfahre in unserem Parasitenlexikon mehr darüber, wie Du Dein Kitten schützen kannst!
Warum Kitten besonders anfällig für Krankheiten und Infektionen sind
In den ersten Lebensmonaten ist der Körper eines Kittens noch nicht vollständig ausgereift. Zwar profitieren junge Katzen anfangs noch von Abwehrstoffen aus der Muttermilch, dieser Schutz lässt jedoch mit der Zeit nach. Gleichzeitig muss sich das eigene Immunsystem erst Schritt für Schritt aufbauen, wodurch Kitten empfindlicher auf Viren, Bakterien, Parasiten und andere Belastungen reagieren als erwachsene Katzen.
Zusätzlich bedeuten Veränderungen im Alltag für viele Katzenbabys großen Stress. Der Umzug in ein neues Zuhause, unbekannte Gerüche, neue Menschen oder andere Tiere können das Wohlbefinden stark beeinflussen. Manche Kitten ziehen sich dann stark zurück oder fressen weniger. Auch Verdauungsprobleme treten in solchen Situationen häufiger auf.
Hinzu kommt, dass Kitten ihre Umwelt sehr intensiv erkunden und dabei zwangsläufig mit vielen neuen Keimen in Kontakt kommen. Dieser Kontakt ist grundsätzlich wichtig für ihre Entwicklung, kann aber dennoch schneller zu Beschwerden führen – insbesondere dann, wenn noch kein vollständiger Impfschutz vorhanden ist.
Kranke Kitten erkennen: Auf diese Symptome solltest Du achten
Kitten wirken meist verspielt und voller Energie, wodurch erste Krankheitsanzeichen leicht übersehen werden. Zudem verbergen junge Katzen Beschwerden oft instinktiv. Deshalb ist es wichtig, kleine Veränderungen früh zu erkennen, um schneller reagieren zu können:
- Appetitlosigkeit
- Durchfall oder Erbrechen
- Niesen
- Husten
- tränende oder verklebte Augen
- stumpfes Fell
- Gewichtsverlust
- eingefallene Augen
Bild: © Khorzhevska – stock.adobe.com
Wann solltest Du mit einem Kitten zur Tierarztpraxis gehen?
Bei jungen Katzen ist besondere Vorsicht geboten, da sich ihr Zustand oft schnell verschlechtern kann. Viele Beschwerden beginnen mild und werden innerhalb kurzer Zeit deutlich schlimmer. Im Zweifel ist eine frühe Untersuchung in der Tierarztpraxis immer die sichere Wahl.
Du solltest zeitnah eine Tierärztin oder einen Tierarzt aufsuchen, wenn eines oder mehrere der folgenden Anzeichen auftreten:
- Symptome halten länger als 24 Stunden an.
- Das Kitten frisst oder trinkt kaum bzw. gar nicht.
- Durchfall oder Erbrechen treten wiederholt auf.
- Es zeigen sich Atemprobleme wie starkes Niesen, Husten oder erschwerte Atmung.
- Du vermutest Fieber, zum Beispiel aufgrund ungewöhnlich warmer Ohren oder starker Mattigkeit.
- Das Kitten wirkt apathisch oder reagiert kaum auf seine Umgebung.
Faustregel: Je jünger das Kitten, desto schneller ist meist eine Reaktion nötig. Kleine Saugkätzchen in den ersten Wochen sind sehr sensibel. Schon ein Stagnieren der Gewichtszunahme deutet auf ein Problem hin. Werden die Kitten größer, stabilisiert sich auch ihre Gesundheit und sie können mit Infekten besser umgehen.
Um die gesunde Entwicklung Deiner Samtpfote bestmöglich unterstützen, lege Wert auf eine passende Ernährung, regelmäßige Impfungen, Entwurmungen und Parasitenkontrollen. Vermeide außerdem Stress und achte auf eine hygienische Umgebung. So unterstützt Du ein gesundes Aufwachsen Deines Kittens.
Bild: © Ilike – stock.adobe.com
FAQ: Häufige Krankheiten bei Kitten
Zu den häufigsten Erkrankungen bei Kitten gehören Magen-Darm-Beschwerden, Atemwegsinfekte wie Katzenschnupfen sowie Parasitenbefall durch Würmer, Flöhe, Ohrmilben oder Giardien. Da das Immunsystem junger Katzen noch nicht vollständig ausgereift ist, können Infektionen bei ihnen schneller auftreten und schwerer verlaufen.
Typische Krankheitsanzeichen bei Kitten sind Appetitlosigkeit, Durchfall, Erbrechen, Niesen, Husten, tränende oder verklebte Augen, auffällige Müdigkeit und Gewichtsverlust. Auch ein verändertes Verhalten, etwa wenn sich das Kitten plötzlich zurückzieht oder nicht mehr spielen möchte, kann auf gesundheitliche Probleme hinweisen.
Bei Kitten sollte lieber frühzeitig tierärztlicher Rat eingeholt werden. Das gilt besonders, wenn das Kitten kaum frisst oder trinkt, wiederholt erbricht oder Durchfall hat, sehr matt wirkt oder Atemprobleme zeigt. Auch Beschwerden, die länger als etwa 24 Stunden anhalten, sollten abgeklärt werden.
Durchfall sollte bei Kitten aufmerksam beobachtet werden, da junge Katzen besonders empfindlich auf Flüssigkeitsverlust reagieren. Dadurch kann ihr Kreislauf schneller belastet werden als bei ausgewachsenen Katzen. Tritt der Durchfall wiederholt auf, hält er länger an oder zeigt das Kitten zusätzlich Symptome wie Erbrechen, Mattigkeit oder fehlenden Appetit, sollte eine Tierarztpraxis aufgesucht werden.
Das Immunsystem eines Kittens entwickelt sich in den ersten Lebensmonaten erst vollständig. Gleichzeitig lässt der über die Muttermilch erhaltene Schutz nach und die jungen Katzen kommen mit zahlreichen neuen Krankheitserregern in Kontakt. Stress durch einen Umzug, neue Menschen oder andere Tiere kann den Körper zusätzlich belasten.
Eine ausgewogene, altersgerechte Ernährung, regelmäßige Impfungen sowie Parasitenkontrollen und Entwurmungen tragen dazu bei, Dein Kitten zu schützen. Eine saubere Umgebung, möglichst wenig Stress und regelmäßige Gewichtskontrollen helfen außerdem dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen.